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14 (1820) Australien / [Hrsg.: Theophil Friedrich Ehrmann; Friedrich Ludwig Lindner]
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9TfU * Seeland.

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Seemann verdankt man erst die nähere Kenntniß vonNcu.Seeland. Er umschiffte dasselbe in den Jahreniyö<) 1770, entdeckte die Straße, welche beide Insel»scheidet, und verwendete sechs Monade auf die nautischenund geographischen Untersuchungen dieses Landes. Seinewissenschaftlichen Gefährten, Banks und S 0 lan-de r, erforschten zugleich die-Naturgeschichte dieser ent-fernten Welkgegend.

Zu gleicher Zeit mit Cook besuchte i. I. 1769 derFranzose Sürv i ll e die Nordostküste von Neu «See»land, ohne jedoch die Kunde davon zu erweitern.

Im I. 1771 fand hier ein anderer FranzösischerSchiffscapitän, Marion Fresne, unter denkriegerischen Einwohnern seinen Tod. Die Reise M a»rion's ist von seinen Gefährten Crozet und«clesmeur beschrieben worden, und enthält schätzbareNachrichten von Neu-Seeland.

Während seiner zweiten Reise in den Jahren »7 73bis 1774, besuchte Cook, und mit ihm die beidenFörster, dreimal diese großen Inseln und berichtigteseine früheren Bemerkungen; so wie dies nicht wenigerder Fall auf der dritten Reise, i. I. «777, war, woder Schlffswundarzr, Dr. Anderson, die Producten-und Menschenkunde von Neu-Seeland erweiterte.

Endlich verdankt die Geographie sowohl, als dieEthnographie den Herren van Couver, Dentrc-castea»7, Hanson, King rc., schätzbare Beiträgeüber das Land und die Bewohner.

Die nördliche Insel wird von den Einwohnern Fa-h ein^m anwe, und die südliche T0v y oder TavaiPönamoo genannt. Es ist indessen noch'nicht ausge-^macht, ob diese einheimischen Namen allgemein sind,oder nur einzelnen Gegenden zukommen. Die südlicheInsel ist ein überaus gebirgigtes, unfruchtbares und we-nig bevölkertes Land. Die nördliche Insel hingegen hat