Heu geschützten Bucht. Eine angenehme Abwechselung vonHügeln und grünen Thälern, ein fruchtbarer Boden, nahr-hafte Gewächse und eine milde, heilsame Lust, machen eS be-greiflich , daS diese Insel, wie versichert wird, einst zu denbevolkcrtsten des ganzcnArchipelsgehörte. Jetzt schicken dieSpanier nur einige Sklaven und einen Priester hierher, um,wie Byron glaubt, Perlen zu fischen*).
T i n i a n oder Buena-Vista Mariana liegtnach Anson, im 14° 8 / nach Wallis im 14° 55' n. Br.und hat ungefähr 15 LieueS im Umfange. Sie war ehedemin, blühenden Zustande, ehe die Spanier hierher kamen, dieEinwohner mit i h r e m sogenannten Christenthum und ihrer«lbschculichenHerrschastzu beglücken. Diese fanatischen Chri-sten führten einst,nach einerEpidemie,welcheGuan entvölkerthatte, die Bewohner von T i n i a n mit barbarischer Gewaltnach Guan und machten das schöneEkland jurEinöde. Anson,der bald nach dieser ruchlosen That auf Tinian lan-dete , fand hier noch ein Paradies, das zwar vonMenschen leer war, aber überall Spuren der Cul-tur und des natürlichen Reichthums seines fruchtbaren Bo-dens zeigte. Dagegen die späteren Seefahrer, welche dieInsel besuchten, die höchsteVerwilderung antrafen. Byron,der -2 Jahre nach Anson hierher kam, fand, daß sich dieschönen Wiesen in undurchdringliches Gesträuch, Rohr undSchilf verwandelt hatten, und, statt einen reizenden Auf-enthalt, wie Anson ihn beschrieb, eine, der rohen Gewaltder Elemente unterworfene, Einöde. Diese Veränderungwar das Werk der Spanier.
A g u i g a n oder A g u i g u a n, von den Jesuiten 8t.An^e genannt, liegt unter ,4" 43 ' n. Br., hat nur dreiStunden im Umfange, ist bergig und fruchtbar, und warehedem wohl bevölkert.
*) Es ist auffallend, d's Hr.Bratring behauptet, Saypansey gänzlich üiibifaiint, da die Insel doch von ByronsLeuten besucht wurde.