Die Ladronen ? oder Marianen - Inseln. Zyz
Die Insel Sarpana, Zarpanaoder Rota,von den Jesuiten 8t. Anne genannt, t)at 15 Stunden imUmfange und liegt unter 14° n.Br. Die Spanier hattenhier, zu Ansons Zeiten, einige Eingeborne hergeschicktum Reiß für Guan zu bauen.
Guan oder Gu ah an, auch 5 t. dokannis - Inselgenannt, die südlichste und größte Insel des Marianen -Archipels, liegt unter 13° 25'». Br., und hat gegen 4 °Stunden im Umfange. Auf dieser Insel findet sich derHauptort des spanischen Etablissements, die Stadt Aganaoder Sän Ignalio de Agana.
Aus den wenigen Nachrichten, welche über die Be-schaffenheit des Bodens dieser Inseln bekanntgeworden, istzu schließen, daß die Vulkane ei»en großen Antheil an derBil-dung derselben gehabt haben. Die Spanier ertheilten allennördlichen Inseln den Namen las lslas äs los Bolcanes,wahrscheinlich, weil sie auf denselben, zwar nicht überallrauchende Vulkane, doch vulkanisches Erdreich angetroffenhaben. Die älteren Spanischen Schriftsteller versicherten,es gäbe hier nur schlechte, nichtsbedeutende Gegenden, wo-mit sie schwerlich etwas anders sagen wollten, als das hierkein Silber und Gold, keine Edelsteine zu finden wären;denn nach dem Uiberfluß dieser Dinge allein, wurden injenen goldgierigen Zeiten die Länder gewürdigt.
Von welcher näheren Beschaffenheit übrigens die Pro-dukte des Mineralreichs seyn mögen, darüber lassen unS dieSchriftsteller in völliger Unwissenheit. Anson fand den Boden auf Tinian sandig. Da mehrere Gebäude der Hauptestadt mit Ziegeln gedeckt oder von Ziegeln erbauet sind,so kann der Thon auf Guan nicht selten seyn. WelcheStcinart aber zeigt sich am häufigsten in der ansehnlichenBergkette, welche Guan der Länge nach von Norden nachSüden durchschneidet?