Die Ladwnen- oder Marianen-Inseln, zyy
Diese Manschen waren lang von Wuchs und fette, alSein gewöhnlicher Europäer, hatten eine dunkelbraune Haut,langes Haar, etwas widrige, doch ausdrucksvolle Gesichts-züge, starke Gliedmaßen und zeigten in allen ihren Bewe-gungen eine gewisse Leidenschaftlichkeit, dabei Muth, Offen-heit, und schnellen Wechsel ihrer Empfindungen, wie solchesvon rohen Kindern der Natur nicht anders zu erwarten ist.
Lb gleich Magelhaen sie mit dem Titel der Diebe beehr-te, so finden wir doch in den Schriften anderer Reisenden,welche sich längere Zeit benhnen aufgehalten haben, baßsie durch diese Benennung sehr unschicklich charakterisi'rt wur-den. Sie beraubten sich unter einander nicht, in ihren Woh-nungen werden weder ihre Geräthschaften, noch ihre Lebens-mittel und Waffen verschlossen oder sorgfältig bewacht, unddoch hat man keine Beispiele, daß im Frieden nachtheiligeFolgen aus dieser anscheinenden Sorglosigkeit entstandenwären. Sie erkennen die Unverletzlichkeit des Eigenthumsan; wenn sie auf europäischen Schiffen sich Nagel und an-dere Seltenheiten zuzueignen suchten, so thaten sie dabei un-streitig weniger Unrecht, als wenn die Europäer auf neuent-deckten Inseln Bäume fällen, Lebensmittel fortführen unddie Einwohner, welche sie darin hindern wollen, mit Kano-nen begrüßen. Die sogenannten Diebereien dieser Men-schen sind nur eine Folge ihrer kindlichen Neugierde, nichtdes Geizes, vderder Verdorbenheit deö Herzens.
Ueberhaupt ist für den, in seinen Begriffen und Sittenbefangenen Europäer nichts schwieriger,als über ein, noch imStande derNatur lebendes Volk, zu urtheilen. Menschen,die sich, wie die Kinder, jedem ersten Eindrucke hingeben,wechseln ihr Betragen schnell und zeigen sich dann von ganzentgegengesetzten Seiten. Wenn daher der Engländer Eatonerzählt, die Einwohner von Guan hätten sich bald aufsfreundlichste zu ihm gesellt, und wären ihm bei der J«gdund dem Fischfänge behülflich gewesen; bald hätten sieden
Anstr-tien. E k