schildkrten Lustwäldchen haben sich in Gebüsche von Dor-nen und Disteln verwandelt; die fruchtbaren Thäler,worinn zahlreiche Heerden ruhig weideten, liegen gegen-wärtig wüste und sind unbewohnt. Dies Alles ist dietraurige Folge von dem verächtlichen Benehmen der Spa-nier , die nur in der Absicht, Geld zu suchen, das dochder Grund ihrer Armuth und ihrer politischen Schwächewurde, die neue Welt verwüstet haben. Ihre Colom'eauf diese» Inseln hat, während der langen Zeit ihrerExistenz, nie gedeihen können, und die Anzahl der Eiu-gcbornen hat sich furchtbar vermindert. Wie konnte eSanders seyn, da diese Unglücklichen unter einem solchenDrucke leben, daß sie ihre Kinder selbst ums Leben brin-gen , damit sie nur nicht so elend, als ihre Aeltern wer-den sollen.
„Der Gouverneur dieser Inseln wird von dem Spa nischen Hofe auf sechs Jahre hahin geschickt. Auch wirdeine Anzahl Truppen (150 bis 200 Mann) daselbst gehal-ten, um die E'ngebornen zum Gehorsam zu zwingen. IGewöhnlich befinden sich auch drei Franziskanermönchedort, um sie in den Lehren der katholischen Religion zu !
unterrichten." !
„Diese Inseln stehen mit der übrigen Welt nur durch !die Gallione von Acapulco in Verbindung, welche jähr-lich daselbst anlandet. Sie bringt alsdann einige Lehens-mittel für die Garnison, den Sold und die Kleidungsstü-cke für dieselbe, so wie überhaupt alles dahin, was dieColouie im Laufe des Jahrs nöthig haben mochte. Biszur Ankunft dieser Gallione müssen die Soldaten alle ihreBedürfnisse von dem Gouverneur kaufen, und zwar zusolchen ungeheuren Preisen, daß ihnen, wenn ihre Löh-nung ankommt, wenig oder nichts mehr davon auszuzah-len ist. Durch diesen schändlichen Handel gewinnt aberder Gouverneur in den sechs Jahren seiner Dienstzeitwenigstens eine Summe von 160 bis «00000 Piaster." 1