Die Laöronen - oder Marianen * Inseln. 41Z
rannen. „Diese Fremdlinge," sagte einst ein Eingebor-ner von Guan, „haben unter dem Vorwande unS glück-lich zu machen, uns die Freiheit geraubt, und durch aller-lei Einschränkungen, welche sie Kleider nennen, uns an demGebrauch unserer natürlichen Stärke gehindert. Sie ha-ben Krankheiten, abscheuliches Ungeziefer und andere schäd-liche Thiere *) zu uns gebracht, und uns mit Plagen be-kannt gemacht, von denen wir früher nichts wußten. Ehediese hungrigen Gäste zu uns kamen , führten wir ein ru-higes, wiewohl mit Arbeit verbundenes Leben; wir warI»gesund und stark. Haben sie einige Gemächlichkeiten un-ter uns eingeführt, so waren in dem Gefolge derselben auchneue Bedürfnisse, neue Schwierigkeiten, das Leben freiund fröhlich zu genießen. Mit einem Wort wägen wirgegeneinander ab, was sie uns gegeben und genommen,so haben wir eisten unersetzlichen Verlust zu betrauern."
Um das Verlohrne, um das Gut der Freiheitwieder zu erlangen, führten die Marianer Jahre laugeKriege gegen die Spanier, obgleich diese ihnen durch dieWaffen überlegen waren. Endlich unterlagen sie, unddie letzten Helden des Volks, die sich nicht unterwarfen,fanden in den Gebürgen den Hungertod oder stürzten sichvon Felsen in das Meer.
Den Uiberrest können die Spanier nun durch einpaar Hundert Soldaten in Zaum halten.
„Die älteren Beschreibungen dieser Inseln," sagt Re-nouard de St. Croix, „paßen durchaus nicht mehr auf dieheutige Beschaffenheit derselben. Wenn man jene Beschrei-bungen liest, so möchte man beinahe die Wirkung aller Civi-lisation**) verwünschen; denn die darinn als reizend gr»
*) Hierunter sind wahrscheinlich die Ratten gcmeinct.
**) Das Unglück der Marianen war nicht die Wirkung bei?
Civilssation; svndern der Barbarei.