Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
Seite
60
JPEG-Download
 

6o

Kunipf.

befestigte Stäbe sind, Drillinge heißen. Siehe (Bvtriebe 3, im XVin Th. S. 23.

Es scheint hier den Begriff der Hervorragung auszu-drücken, und zu Ropf zu gehören, weil das m auch in an-dern Fallen gern den Blase-kamen vorgeht. So heißtein vorspringendes Simsweck in der Bau-Kunst sowohlein Rampfer, als ein lUpfet. Siede Samm 3 und 4,Th. XXXIII, <5. fgg, ^nmpgl, Th- XXVI, S. 314,Kummet i, oben, S. 30, u. f. f. Im Gnech istein Nagel, und iiu mittlern Lak. Oumplms, Gomlüs, Ver-bindung, Zusammensügung, imgl. ein Huf» Nagel. Intgem. Leben einiger Gegenden wird kämpf für stumpf,abgestutzt, gebraucht. Eine Rumpf-Nase ist daselbst einestumpfe Nase, Franz. Camus.

2. Rumpf, oder Rumpm, ein Wort, welches über-haupt den Begriff der Vertiefung ausdrückt, abernurnoch in einigen Gegenden in verschiedenen Fällenüblich ist.

1) Die tiefe Stelle in einem Flusse, Teiche oderSee, heißt im Oberdeutschen die Gumpe, oder der-'

Äumpeit. ,

Bey demNotker ist Gumpffun, ein Teich. Ein klei-ner tiefer Pfuhl, ein Tnmpfel, heißt in Schwaben ein<vumpen. Eben daselbst wird eine Menge fließenderDinge eine Rumpe genannt.

2) Ein tiefes Behältniß, nur noch in einigen Fäl-len. Im Niedersächsifchen ist Äumm, oder Rumpf»eine Crsterne. Der Kasten auf einem Wagen, einemKarren und einer Karre, wird eb. daselbst einRumirrgenannt; s. Rumm-Rarren, oben S. Z. Beyden Walk-Müllern werden die runden Tröge, worindas Tuch gewalkt wird,. Rumpelt, lind im Hütten-Baue die Poch-Tröge Rompeir genannt; siehe auchHund 2 , im XXVl Th. S. 315, f. In Rostock istein Gefängniß, welches der Ruulilt heißt.

Das Griech. und Lat. Cymim, ein Kahn, im mittlernLak. cumda, eine Art Fahrzeuge, und hundert andere, findgenau damit verwandt.

3 ) Ein