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Kund.
noch häufig für bekannt gebraucht wird, in der amständige» Schreib-Art der Hochdeutschen aber wenigmehr gebraucht wird. Die Sache ist mir nicht kund,nicht bekannt, ich weiß nichts davon. Einem etwaskund thun oder machen, es ihm bekannt machen, zuseiner Wissenschaft bringen.
Die R. A. cliund tuon und kund duan, findet sichschon bey dem Notker und Oktfried.
Man braucht diese beyde Redens-Arten, kund ma'chen, und kund thun, wenn man sagen will, daß eineSache zu vieler Menschen, oder auch zu jedermanns Wis-senschaft gebracht werden soll. Die erste aber wird über»Haupt von gllen Dingen, und auch von Kleinigkeiten ge-braucht; der zweyten bedient man sich nur von größer»und wichtigern Dingen, von demjenigen, waS die Obrig-keit bekannt mache» laßt, oder von solchen Sachen, wor-an einem Jeden viel gelegen ist, u. d. gl. So sagt manz. B. wohl: Es wird bekannt gemacht, daß ein kleinerHund verloren worden ist; aber man wird von einer sol-chen Kleinigkeit nicht sagen: Es wird kund gethan-Hingegen, die Obrigkeit hat lassen kund thun, daß nie-mand sich unterstehen soll, ohne besondere Erlaubniß ausdem Lande zu gehen, u. d. gl. Petrus sagte vor demjüdischen Rathe: Euch und allem Volke von Israel se?kund gethan, Ap. Gesch. 4, ro. weil es eine Sache vo»der größten Wichtigkeit war, die er allen bekannt machte.
Beyde Redens-Arten werden auch bisweilen von ein-zelnen Personen gebraucht, zu deren Wissenschaft man be-sonders und vor andern eine Sache bringen will. Ma»sagt z. B. der Tod seines Vaters wurde ihm erst 8 Tagehernach bekannt gemacht. Die Obrigkeit ließ ihm kundthu», baß er die Stadt räumen solle. David sagt:Du thust mir kund den weg zum Leben, Ps. 16.n»Allein es ist doch alsdann der Begriff dabey, daß-die Sa-che gar nicht geheim gehalten werde, sondern auch mehrere
dar»
dene Sprach-Lehrer geben diese- Neben-Wort für ein un-abänderliches Ney-Wort aus, welches nur in der ersten iin»werten Endung gebraucht werde; da es doch als ein wamres Neben Wort niemahls mit Haupt, Wörtern, sondernnur mir Zeit-Wörtern verbunden wird.