Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kunst-Akademie, in St. PeterMrrg. 22z

Ueberdies werden alle halbe Jahr, ausser dengewöhii-lichen monathlichen Prüfungen, ausserordentliche undfeyecliche Eramiua angestellt. In den zwey rmternClassen geschieht diese Prüfung in Venseyn eines Pro-fessors von der Akademie, den die Reihe trifft, undder Adjunct-Professoren, des Jnjpecwrs, der Lehrerund der Lehrerinnen. DieAuffnhrung und der Fleiß ei-«es jeden Knaben wird dabey untersucht; man vergleichtdamit die vierteljährigen Verzeichnisse des Jnspcctors,nud bestimmt einen jeden von diesen Knaben zu derjen-igen Kunst, zu welcher er nach seiner Neigung undFähigkeit die größte HoffnMg zu geben scheint. DieFaulen bekommen vor der ganze» Versammlung einenVerweis, und werden zum Fleiß ermähnt.

Auch in der Jünglings--Classe wird zu Ende ei-nes jeden halben Jahres, in Beyseyn des Directorsoder eines Rectors von der Akademie, drey Professo«ren, der Adjunct-Professoren, des Secretärs, Jn-spcctors und aller Lehrer, eine öffentliche Prüfung an»gestellt. Hier werden alle Vorzüge und Mangel ei-nes jeden, sowohl in Rücksicht der sittlichen Erzieh«Nng, als ihres bisher bewiesenen Fleißes, sorgfältiggeprüft, und alsdann werden die Geschickten zu denakademischen Classen bestimmt, auch diejenigen, diebesondere Talente blicken lassen, oder ausserordentlicheProgresse gemacht haben, mit Büchern, Kupfersti-chen, Instrumenten, und andern z» ihrer künftigenBestimmung gehörigen Dinge», beschenkt; die aberzu den Künsten weniger Geschick haben, werden anbis bey der Akademie errichteten Kunst-Werkstättenbewiesen, die Faulen aber gänzlich weggeschaffet.

Wenn die Zöglinge 9 Jahr in dieser Erziehungs-anstalt zugebracht haben, so werden diejenigen, wel-che nach der Prüfung dazu tüchtig b funden wordenm'd, j„ yjx Akademie verseht, um sich in den höher»Bussen zu üben, die übriger« aber kommen in solche

Kunst-