374 Kunst-Händler. Kunst-Kammer.
im I. 1791, unter der neuen Firma: Landes-I'^dustrie-Comptoir, ein Privilegium auf VerlagsHandlungs- und andere Landes-Waren -Commisisions - Geschäfte ertheilt, und dadurch-ihren bisherige"kleinen merkantilischen Wirkungskreis erweitert.
Runst-Händler, s oben, S. Z02.
Runstr-Haus, siehe Ru«:st-Ram«ner.
Runst - <)öhle, eine durch die Kunst zum Vergnügtgemachte Höhle; mit einem französischen Worte, ein*Grocce; s. im XX Th. S. 146, fgg.
Runst. Rammen, Runst-Labinec, RunstRunst- Sammluittz, Gr. und Lat. Icebnemarorbe"ca, l'ecknopb^Iacium, eil, Haus, oder Zimmer,in welchem nicht nur allerley Werke der bildende"Künste, sondern auch überhaupt künstliche, zumgnügen gereichende und schenswürdige Arbeiten a»Nbehalten werde». Der Vorgesetzte einer solche"Sammlung, wird der Runst-Röminerer genannt'Die Runst-Rammen«: sind eigentlich den V 7 "'turalien-Raminent entgegen gesetzt, und enthalte"keine Werke der Natur, sondern der Kunst und t> e ”Fleißes. Weil es aber viele ganz gemeine und Wkannte Kunst - Werke gibt, so versteht man unt^dem Worte Runst > Rammer nur eine wohlgeordneteSammlung von nicht ganz gemeinen Kunst-Werke"-die der menschl. Verstand ausgedacht hat, hauptsäch*sich von solchen Kunst-Stücken, welche Bewunver'ung verdienen, und von kunstreichen und geschickte"Händen, oft mit ganz eigenen erfundenen Werkzeuge"-verfertigt sind. Weil man diesen Unterschied ehema?'^nicht gemacht Hai, so handeln fast alle diejenigen, die vo"Naturalien < Cabineten geschrieben haben, zugleichKunst-Kammern. Die alten Naturalienmern sind zwar mehrentheils zugleich Kunst-ungen gewesen, und man scheint bey dieser Verbi"ung der Natur-Seltenheiten mit den Kunst-Werk^