Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
Seite
376
JPEG-Download
 

37 6 Kunst-Kammer.

Zimmer, wenn sie alt sind, oder in die Schatzmern; doch werden sie auch nicht unrecht z" ? ertKunst-Kammern gerechnet. Allerley Maschinen undModelle sollten auch ipohl richtiger m eine Maschine»'

^ iRammer gebracht werde», weil oft mehr Gednlb !und mühsamer Fleiß, als Kunst, dazu. erfordert wich } .doch gibt es auchfehr künstliche Modelle und MaW' neu. Wo ein großer Vorrath von Werken der K>E ^ist, da pflegt- man .auch ein besonderes mechanisches ICabiirec, oder einen Maschinen-Gahl, zu haben, |wie z. B. in Caffel ein besonderes mechanischesbines und Modell-Hans'ist.

Die Werkeder menschlichen KnnstamKleinenU»"Großen sind zwar jederzeit hochgeschätzt worden,. n»dvon alten Zeiten her haben große'Herren dergleichenmit zu ihren Schützen gerechnet, besonders wenn ^Kunst an schätzbare Metalle und Steine verwendetwar; aber ordentliche-B.ullst- Aamurern zum össe"^lichen und allgemeinen Gebrauch'sind vor dem 15 tcrtJahrh, nicht bekannt gewesen. Der erste große Her^welcher eine Kunst-K-ammer angelegt hat, ist wol''der Kurfürst .August von Sachsen, welcher sichdtirch Anlegung der dresdner Bibliothek berühmtmacht hat. Er regierte von 1553 bis.1586, » 1}5war einer der, glücklichsten Regenten. Nach de>"schmalkaldischeii Frieden richtete er seine Sorge dc>^auf, die Künste und Wissenschaften in seinen! Landezu.befördern. Gott segnete ihn durch eine reicheA""'beute seiner Bergwerke, wodiirch er bey seiner gute»Haushaltung in -Stand gesetzt wurde, viel Geld amdie Kunst-Kammer ;» verwenden.' Ungefähr «m1 .1560 sing er an, rmd füllete fünf Sahle mitley Seltenheiten und Kunst-Stücken an, doch iftf* 1 '!gesammelter Vorrath wem Könige von Polen, dlU-'allst II., sehr getrennt, dabey aber in eine bessereOrdnung gebracht worden. Jezt ist daher ein