Kunst - Kammer.
wekier, Jo. Melchior Dinglinger, 40 Jahr gearbebttt bat, und welches auf 80,000 Thaler werth 9 e 'schätzt wird. Alle Figuren sind von Silber, nachsel"verjüngten Maßstabe gemacht, der große Mogul ausdem Throne, und seine Bedienten vor demselben,ihm Geschenke bringen, und sehr natürlich in ihcckindianischen Kleidung erscheinen»
6. Rünstliche Drechsler - Arbeit ausKnochen, Elfenbein, Horn, Bernstein, KokoS-Sch"'
' len, Schildkröten-Schalen, Perlenmutter, ». fDiese Kunst ist schon in sehr alten Zeiten hoch cjctr* c#ben worden, und selbst große Könige haben sich ihr^nicht geschämt.. Der persische König Artaxerxes H'soll so gern gedrechselt haben, daß er oft wichtigegierungS- Geschäfte darüber versäumt haben st"'Nach WniuS Bericht, (i-lift.nar. I..Z4, c. 8,)mach^Kallikrates eine Ameise, deren Glieder man kaum st^bloßen Augen erkennen konnte; und Myrmecides eilst"vierspännigen Wagen, der so klein war, daß ihn ei"^Fliege mit ihren Flügeln bedecken konnte» In neuer"Zeiten hat man ebenfalls so schöne und außerordentlichfeine Kunst-Stücke dieser Mikrotechnie, daß man Mnicht genug darüber verwundern kann (*).
Martin Trüber, in Regensburg, war darin ein groß^Künstler; er drechselte unter andern in einemmäßig großen Becher 50 andere, welche im>"^kleiner wurden, und endlich den ganzen Becher au^füllten, und doch zo Quart faßten, wenn sie aus ein""*der genommen wurden. Manche Künstler, best"'
o In der dre,chn«r Kunst! Kammer ist ein Kirsch - Kern, "N ^sich > 8 s bedeckte Menschen-Köpfe mit allerley ,Mütze», Hüten rc. erböhet seige»; ein sächsischer E'.ccheworauf 12 Spinn-Räder, und i» der Mitte eine ln"
<011 Elfenbein, sieben ; in einem Pfeffer-Körne, U 0 ? e |#Becher, nun Gold und Elfenbein. In München, »'Kn>ch - Kern mn ioo Gesichter» rc.