Band 
Fünf und funzigster Theil. Von Kum bis Kupfer.
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Kunst - Kammer. 40z

welche aus starkem Eisen-Draht bestehen. DieKunst, den feinen Silber- und Gold-Draht zU.zie»v e n, hat ein nürnberger Künstler, Nahmens Nudölph,^erst j,n I. 1400 in Nürnberg erfunden (*). DieErfindung ist in der That erstaunenswürdig, wenn»an die unglaubliche Dehnbarkeit des Silbers undBoldes bedenkt. Man findet aber in Kunst-Kam-»ern den bloß sehr lang und dünn gezogenen Draht,»>d auch verschiedene künstlich daraus verfertigte Sa-Die Geräthschasten aus künstlichem Flechte^erk von Draht, welche man in Kunst - Kammern amheißen Ftlegrain e Arbeit, und fie pflegen sehe’veuer bezahltzuwerden. Ein Schnupftuch von dieser^rt,istjn der Kunst-Kammer zu Wien. Ein Mehreres^>n Gold-und Silber-Drahtziehen, und der daraus^fertigten Arbeit, s. im IX Th. S. 468, fgg.

. lv. Rünstliche Frauenzimmer-Arbeit, im Nä-Stricken, Weben, Wirken, Flechten oder KlöprMan findet genährte oder gestrickte Landschaft, Perrrails, entweder mit lebendigenSchattierungen, oder auch von Silber-^ Gold-Draht. Man findet auch ganze gdwebttMder ohne Naht, wie der gewebte oder gewirkteunsers Heilandes.

hJf 0 ' Braunitts , in seinem Buche äe Vestitu Sacerdotum©. .georum, hat umständlich von dergleichen gewebtetrIti er etn gehandelt, auch den dazu gehörigen Webe - Gmhlu/upftr stechen lassen. Heut zu Tage werden wohl sel,D>'.^gleichen Kleidungsstücke gemacht, ausser etwa zu*' Bücken der Weber. So ist in der Dom - Biblios^"'uen ein ganz gewebter leinener Rock, undleitw beyden Seiten blau und weiß, an welchen garfto e ™ at> ü gekommen ist, weil auch die Hefte und Schlei-' womit er zugebunden werden kann, daran gewebtCc 2 find.

l ) Ctnr. Cdtes äe Nerirabertta, in iPartnseilii evmmentik. d« «i*Wt * Norimb, p, 15®,

3 Gärtenstoben und