Kupfer. 677
fort, jeden zweyten Tag Eez nachzutragen, und das gerö,litte zieht man wöchentlich 2 Mahl heraus.
Der Schwefel, der sich in dem Condensor in Gestalt ei»»es Pulvers sammelt, wird nach Verlauf von 2 Mona,khen zum ersten Mahl heraus genommen. Man öffnet denCanal, und setzt eine eiserne Platte so hinein, daß dadurchüller Rauch verhindert werde, in den Condensor zu gehen.Die Thür des Condensors wird alsdann geöffnet, undivenn aller Rauch heraus gezogen ist, wird der Schwefel,der oft 2 Fuß von, Boden liegt, heraus genommen, und»ach der Schwefel-Hätte geliefert, wo man ihn durchschmelzen in großen eiserne» Pfannen reinigt, und kauf»dar macht.
Man verschließt den Condensor wieder, nimmt die ek-ferne Platte aus dem Canale, damit der Rauch in denCondensor gehe, und nach einigen Wochen wiederhohltWan das Sammeln des Schwefels aufs neue. Auf diese™rt geht der Proceß der Rüstung ununterbrochen fort;!»an bedarf nun weiter keiner Feuer-Materialien, sonderndas Erz erhält sich in sich selbst stets im Feuer.
Mau hat schon seit beynahe 2 Jahren solche Röst-Oe,fen hier im Gange, ohne sie je ausgelassen zu haben, oder,daß sie der geringsten Reparatur"bedurft hätten.
Zwey Tagelöhner sind i>n Stande, 4 solche Oefen mitCrz zu fällen, das geröstete Erz heraus zu ziehen, denSchwefel, Fang in Acht zunehmen; kurz, alles zu thun,»>as erforderlich ist, diese Oefen zu bedienen.
Ich niuß hier noch erwähnen, daß es höchst nöthig ist,?!e Zug-Löcher an dem Condensor öfters auszuräumen,£ le durch sublimirten Schwefel sehr leicht verstopft wcr-weil ohne diese Vorsicht der Schwefel sich nicht nie«
Zerschlägt.
... Die Quantität des Erzes, welches ein solcher Ofen inCiner Woche zu rösten im Stande ist, ist 200 Ctn., wo,*!°n man von den hiesigen Erzen 25 bis 30 Ctn. Schwe,erhalt.
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