Kupfer. 79$
reines und geschmeidiges Kupfer, und muß nocheiner Operation, manchmahl noch zwey Operationen,Unterworfen werden, bis es seine gehörige Feineerhält ('?). Dieses geschieht durch das so ge-nannte Gar,nachen, Spleißen, oder, wie man inUngarn sagt, Rosecriren, daher wird auch das hier-bei) ausgebrachte Product Gar-Rupfer, Spleiß-tupfer, oder Rosetten-Rupfer, genannt. Gar-vder Rosetten - Kupfer ist einerley, und man verstehtdarunter das zur höchstmöglichsten Feine und Ge-schmeidigkeit gebrachte Kupfer. Der Nahme Spleiß-Kupfer aber hat nicht überall eine und eben dieselbeBedeutung; denn an einigen Orten ist es das Mittelzwischen Schwarz- und Gar-Kupfer, also Kupfer,welches noch gegqret werden muß; an andern aberist es ebenfalls Gar-Kupfer, nur daß es auf großenUnd solchen Gar-Herden oderOefen,welche man Spleiß-Oefen nennt, gar gemacht worden ist. Das gewöhn-lichste Verfahren, das Kupfer fein zn machen, ist je-doch das Garen auf den so genannten Gar-Herden.Ein solcher Herd besteht: i. aus dem untern Grunde,Worin das Fundament von Mauerwerk und die unter-ste große Abzucht ist; 2. aus dem Fundamente derHinter-Mauer, der Brand-Mauer, und der Vor-der-Mauer unter dem Herde; 3. aus den kleinenAbzüchten; 4. aus der Schlacken «Trift; 5. der Hin-tern und obern Mauer vom Herde, mit von Eisengegossenen Platten, womit die Mauer belegt wird;6. aus der Form; 7. dem Herde von Back-Steinen;8. dem Deck-Steine; 9. dem Herde von Gestübe, und*0, dem Herde, worin das Kupfer steht. Ueber demDdd 5 Herde
(-s) Bey einigen Hüttenwerken wird gar kein Schwarz-Kupfergemacht, sondern decKupfer-Rol,stein (und es istgemeinig-Uch solcher, der von silberhaltigen Kupfer-Erzen fällt,) wirdauf dem Spleiß - Hecke sv lange getrieben, bis er zu GattKupfer ivird. ■