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Lebens-Art.
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z. Aus diesen Gedanken stießt die dritte Vorstell-ung her, die bey der Wahl der Lebens-Art vomgrößten Gewichte seyn sollte. Du mußt, um ebenso sehr wohlthätig als pflichtmäßig ;u handeln, inkeinen andern Äeruf treten, als in den, wozu dudie meisten natürlichen Fähigkeiten und die meisteHoffnung hast, diese gehörig ausbilden zu können.Die Antwort, welche jeder Jüngling auf die Frage:warum hast du gerade dieses Fach gewählt? gebenmüßte, dürfte billig keine andere seyn, als die: ich binnach sorgfältiger Ueberlegung überzeugt, daß ich michdazu am besten schicke; dann würde man auch sicher seynkönnen, daß er darin am meisten nützen werde. Die-ser Betrachtung müßte man den Vorzug vor allenmöglichen übrigen einräumen, worin diese auch beste»hen mögen. Künftiger Unterhalt, äussere Ehre,Befriedigung gewisser Neigungen, und was sonst nochEinfluß auf das Gemüth haben kann, mögen als Zu-gabe betrachtet, allerdings etwas in Anschlag ge-bracht werden; allein, entscheiden muß doch wohlnichts anders, als die rechte Würdigung der Fähig-keit, und die Wahrscheinlichkeit der Ausbildung der-selben.
Ich glaube, man wird ziemlich allgemein einräu-men, daß die Wahl eines Jünglinges, der künftigein tüchtiger Arbeiter, nicht verdienstloser Tagelöhnerund Miethling seyn soll, sich auf dergleichen Gedan-ken gründen müsse. Eben aus diesem Standpunctefallen dann auch die Fehler in die Augen, durch wel-che sich so manche Familien gegen den Skat, gegensich selbst und gegen die Nachwelt versündigen. Dergemeine Ton, aus dem zu den heranwachsenden Glie-dern der Gesellschaft, über die künftige Lebens-Artgeredet wird, ist größtentheils der: man klagt überseine Berufs-Geschäfte, und stellt sie mithin als eindrückendes Joch vor, unter welches ein eiserner
Zwang