Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens-Art.

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messen, daß sie darum durchaus nur auf eine solcheLebens - Art zu leiten sind, wo man mit einem mittel-mäßigen Kopfe, doch sehr nützlich seyn kann. Manwählt indessen nicht bloß aus eiteln und ehrbegierigenAbsichten. Für gewisse Temperamente hat nur derStand Reize, wo im Hintergründe die Bequemlich-keiten des Lebens, reichlich besetzte Tafeln, und derganze den Gaumen kitzelnde Luxus zu winken scheinen.Man wählt, um wenig zu thun, und im Genießendesto fleißiger zu seyn. Aus diesem Grunde ward dieWelt einst so voller Mönche; jezt müssen andereWege zu den kleinen irdischen Paradiesen genommenwerden. Der eine meint es zu treffen, wenn er nurstudiert; und vornehmlich scheint sehr vielen der geist-liche Stand und die gelehrte Laufbahn überhauptgerade in den Himmel zu führen, von dem man so an-genehme Träume unterhält. Andere sind auf demG'pfel des Glückes des Apicius durch eine Stelle in' der Haupr-Stadt. Es giebt Länder, wo derIüng-ling. mit einem fürstlichen Bedienten keinen andernBegriff verbindet, als den, daß er sehr wohlschme-ckende Speisen genieße, und im Ueberfluffe leben kann;in Reichs-Städten gebührt dieseEHre dem Kaufmanns;und die Vorstellung, daß dem Adel das Mark desLandes gebühre, erregt auch in dem Knaben denWunsch, daß ihm sein Vater doch einen Adels - Briefkommen lassen möge, damit die ganze Descendenz dasglänzende Vorrecht, einen Koch halten zu können,besitzen und nach Nolhdurst gebrauchen möge. Manweis, daß alle diese Einbildungen junger verwöhnterLecker größtenteils zu Wasser werden müssen. Aberdoch schlimm genug, wenn sie nun ewig dem Bratennachiaufen, der ewig vor ihnen flieht.

Manchmahl bestimmt sich auch die ganze künftigeLaufbahn eines Jünglinges durch die Wahrheit: aufdiesem Wege hast du einen Vetter, der dich befördern

kann.