Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
Seite
158
JPEG-Download
 

Lebens »Dauer.

158

schen, als der Geschichtschreiber, aber es müssen solcheAnmerkungen seyn, die nicht einem jeden Leser vonselbst einfallen, oder wenn es auch gewöhnliche undbekannte sind, so muß er sie so vortragen, wie sie aufden vorliegenden Fall allein zu passen scheinen. BloßeLoci communes sind noch kerne Betrachtungen, dieaus einzelnen Begebenheiten entstehen. Es muß sichalso der Biograph einen gewissen Stand-Ort wählen,aus welchem er die Person, deren Leben er beschreibt,ansieht. Er beschreibt nicht die Geschichte der Zeiten,sondern der Personen. Manche, die z. B. Cäsar's,des Cicero und Anderer Leben beschrieben haben, ha-ben zugleich die Geschichte des römischen Reiches indiesem Zeitraume beschrieben. Der Biograph liefertnicht die Geschichte, sondern nur gleichsinn Zusähe,die in den Plan der großen Geschichte nicht konntengebracht werden; er seht also die Geschichte als bekanntvoraus. Und hieraus läßt sich auch der Stil des Bio-graphen bestimmen. Sind die Begebenheiten, dieer erzählt, mit den großen Begebenheiten verknüpft,so kann er das Feyerliche des großen historischen Sti-les haben; befindet er sich in der niedern Sphäre,so muß auch sein Stil sich darnach richten, aber nurnicht in das Kriechende und schulmäßig - Pedantischefallen. Gvttsched's Lebens-Beschreibung seinerverstorbenen Gattinn, ist ein Muster, wovon man,auf gut Swlftisch, dir Regeln abstrahiren kann, wieeine Lebens-Beschreibung nicht beschaffen seyn müsse.

Lebens-Dauer, Lebens-Alter, oder Lebens--Länge,im Anfange der Welt und nach der Sündfiurh; s.imb-XVI TH., S. 7l2,fgg.

Dergleichung der menschlichen Lcbens-Dauer mirder Ledens - Dauer einiger Thiere, s. eb. Las»S.7Z4,fgg.

Nach-