Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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i94 Lebens - Mittel, Victualien.

Die Polrzey.'Taxen über Lebens-Mittel muffenmit der größten Behutsamkeit angefertiget werden,wenn sie billig und gerecht seyn, und nicht eher einenMangel, als einen gewünschten Ueberfluß, verursachensollen. E» ist schon oben, S. i86,f. erwähnt worden,daß, nach der Regel derPolizey, da6 Getreide, womitein ansehnliches Gewerbe und Handel getrieben wird,mit keinen Polizey-Taxen beleget werden könne, weildie Materialien zu den Lebens - Mitteln und unentbehr-lichen Dingen gar keine Taxe vertragen können, unddaß man nur und allein den vollkommenen unentbehr-lichen Waren, die aus den Materialien gearbeitet undzubereitet sind, Taxen sehen könne. Man kann alsoden Mehl-Hökern, und denen Bäckern, die Mehlverkaufen, Taxen geben, aber keinem Mehl-Händler,der ein ansehnliches Gewerbe damit treibt, und nichtmeßenweise verkauft. Sie kann denen Fischern, dieauf dem Markte feil haben, aber keinem Fisch - Händ-ler, Taxen verordnen. Sie schreibt den Bäckern (*)und Bier-Brauern (**) Taxen vor, weil das Brodund Bier bereits vollkommene Waren sind, welcheaus dem Material des Getreides gearbeitet und zube-reitet sind, und weil bey denselben der Preis des Ge-treides zum Grunde der Taxegenommenwird. DenFleischern schreibt man ebenfalls Taxen vor, und sol-ches kann auch gar wohl geschehen, weil sie das ge-schlachtete Vieh aushauen, und hernachin den Schar-ren oder auf dem Laden öffentlich pfundweise verkau-fen. Allein, die Fleisch-Taxen sind weit mehrernSchwierigkeiten unterworfen, als die vorerwähnten.Soll die Fletsch-Taxe billig und gerecht seyn, se mußsie eben sowohl auf den Preis des geschlachteten Vie-hes gegründet werden, als das Brod und Bier auf

den

(•) Sieh« Brod-Taxe- im VI Th., S. 76z, fgg.

l") Siehe Bier-Taxe, jm V LH-, S. -7», fgs.