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Lebens-Mittel, Victualien.
„setzen. Da die Flieder- oder Holunderbeeren gewöhn-„lichermaßen mit den Pflaumen in Verbindung gekochet„werden, um dem Muße theils ein besseres Ansehen und„Geschmack, theils mehr Dauerhaftigkeit, zu geben, so„blieben das vergangene Jahr die Holunderbeeren allein,„zum Mußkochen übrig, um solches Muß, statt der But»„ter, aufs Brod zu streichen, und also zu verspeisen.„Man pflegt gemeiniglich zu solchem Gebrauche die Hol-„lunderbeeren auszupressen, und den Saft zu einem Sy-„rup einkochen zu lassen. Es ist aber zu diesem Behuf so-„wohl besser, als auch zur Ersparung der Mühe leichter,„die von den Stangeln abgeräufelten Beeren unausgepres,„set zu verkochen. Das Hollundermuß nach dieser Be-„reitungsart schmeckt theils annehmlicher, theils veran-„lasset es auch, wenn es tagtäglich mehrmahlen genossen„wird, keinen Bauchfluß. In dieser Absicht nur verdiente„der Hollunderbaum, der "überall, nur nicht im nassen„Boden, gut fortkommt, eine mehrere Anpflanzung, und„dieses um desto mehr, da die Holunderbeeren jährlich„wohl gerathen, und keinem Mißwachse, wie unsre übrige„Baunifrüchte, unterworfen sind."
Dies von einer der zufälligen Ursachen des erhöhetenDictualpreises. Es giebt aber eine andere, nicht zufäll-ige, sondern anhaltend wirkende, Ursache, welche dieses,und andere menschliche Bedürfnisse zu unsern Zeiten in et-was höhern Preisen erhält, als sie jemahls vorher gewe-sen, und das ist die vermehrte Consuimion aller Lebens-Erfordernisse, von der sich aber nicht sagen läßt, ob undwiefern sie für den Skat im Ganzen schädlich, oder nütz-lich, sey, wenn gleich sicherlich von ihr zu behauptensieht, daß dadurch die Preise in Zukunft immer in nähm-licher Höhe dürften gehalten werden, wenn nicht allge-meines Verderben die Zahl der Menschen, und ihre itzigeArt zu leben, unglücklicher Weife wiederum herunter brin-gen wird. Es ist weder nöthig, noch meiner Abstcht ge-mäß, mich hierüber ins Einzelne einzulassen. Ich darfmich aufs Total aller zum Lebe» gehörige» Stücke bezie-hen, um zu beweisen, daß alle und jede Preise derselbenizt weit höher, als vor 20 bis 30 Jahren, stehen. Wennich nun auch alle übrige zur Erhöhung mitwirkende Ur-sachen gelten lasse, wohin Mißralhen, Unglücksfälle, po-litische und Gewerbe-Nevvlutivnen, Geldverringerungen,
u. s. w.