Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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296 Lebens - Ordnung.

mern Stein- und Glieder-Schmerzen verursachet,in ihren Nieren und Gliedern sich etwas ansetzen wollte,so wird es durch die Arbeit wieder abgeschieden. Diegleiche Bewegung des Landmannes in einer reinenLuft, mit Mäßigkeit getrieben, gewahrt ihm ein län-geres Leben, als den Einwohnern der Städte.

Diejenigen, welche an viele Bewegung und Ge-schäfte gewohnt sind, haben von dem Stillsitzen undRuhen die merklichste Empfindung. Alle Beweg-ung ist nicht gleich nützlich. Diejenige, welche mitErmüdung und Beschwerung der Brust geschieht,ist nicht so gesund. Berg-angehen, laut lesen, odersingen, ermüdet die Lungen und den Magen; dochwenn es mit genügsamer Mäßigung geschieht, so wer-* den die nähmlichen Theile dadurch gestärkt. Diejen-igen, welche sich nur um ihrer Gesundheit willen Be-wegung machen wollen, können wählen, zugehen, zufahren, und insonderheit zu reiten; aber solche Mittel,welche den ganzen Körper, auch ohne heftigesLaufen, in Bewegung setzen, sind allezeit am besten.Im Sommer kann man die Bewegungen in freyerLuft anstellen, und im Winter desto mehr im Zimmer.Man kann von einer Art Arbeit müde werden, unddoch das Vermögen behalten, eine andere zu verrich-ten, welche nicht sowohl zur Veränderung des Gemü-thes, als zur Abwechselung der Muskeln und Seh-nen, die noch nicht müde, schwach und ausgetrocknetsind, gereicht.

Der Körper leidet eben sowohl Schaden, wenner in langer oder zu oft in einerley Stellung gehaltenwird; daher auch gewisse Handwerker und stillsitzendePersonen meistens besondern Krankheiten unterwor-fen sind.

Wenn ein gewisser Theil des Körpers mäßig bewe-get wird, so wird derselbe auch Verhältnißweise stär-ker, als die andern.

Durch