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Lebens-Ziel.
und verderben. Und doch weis man, daß der größteTheil der Zuhörer weder Zeit, noch andere Gelegen-heiten, wie ein Gelehrter, hat, sie durch andere We-ge kennen zu lernen. Wie viele besondere Anmerk-ungen könnte ich nicht über die verschiedenen Fehlerbey der Erziehung, in Absicht auf den Körper, ma-chen, von denen es doch größte» Theils herrührr, daßso viele Kinder beständig kränkeln, und entwederfrühzeitig sterben, oder doch hernach mit großer Müheund Beschwerlichkeit ein Gebäude kaum 20 oder30 Jahr lang erhalten, welches gleichsam aus lauterverdorbenen Materialien zusamniengeseßt ist. DieKinder der Vornehnien und Reichen haben insgemeindas Unglück, daß sie von ihren Müttern keine weiterePflege nach der Geburt genießen, hingegen unter denHänden einer Person aufwachsen müsse», welche sichihrer nicht aus Liebe, sondern allein aus Noth, an-nimmt. Was Wunder also, daß so viele derselbengebrechlich sind? Unzählige andere werden sowohlvon den Müttern, als den Wärterinnen, verzärtelt,indem ihre Säfte durch schädliche Speisen und Ge-tränke gleich anfangs verdorben werden. Die übrigenErziehungs-Fehler, welche eigentlich die SeelederKinder anstecken, gehören auch hierher. Denn al-les, wodurch die Begierden und Affekten rege, heftigund ausschweifend gemacht werden, befördert Krank-heiten und einen frühen Tod. Und ich darf eine An-merkung, welche die tägliche Erfahrung bestätigt,nicht erst beweisen, daß nähmlich die wenigsten Men-schen eines natürlichen Todes, die meisten Hingegeneines gewaltsamen sterben, indem sie sich nach undnach selbst durch die vielen Unordnungen in der Le-bens-Art hinrichten, Denn, wer den zarten undsubtilen Bau des menschlichen Körpers kennt, beywird leicht einsehen, daß unsere Unmäßigkeit, daßunnütze und grämende Sorgen, daß starke Affekten,
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