Lebens-Ziel.
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welche unser Geblüt in eine plötzliche Wallung setzen,der Gesundheit höchst nachrheilig seyn müssen; derwird zugleich begreifen, daß selbst die Arzeneyen, diewir wegen eines wider die dill-etischen Regeln began-genen Fehlers einnehmen müssen, den natürlichen undordentlichen Zustand des Körpers zu unserm großenNachtheil verändern.
In sofern wir nun durch unsere eigenen Fehlerunsere Lebens'-Tage verkürzen, in sofern darf mannicht sagen, daß Gott eigentlich uns ein Ziel gesetzthabe. Wir hätten allerdings, vermöge der gutenNatur, die er uns gegeben hat, länger auf dieser un-tern Welt dauern können. Vielmehr muß man sa-gen, daß Gott, als Richter, einen frühen Tod überunS verhänge, indem er eine solche Einrichtung inderNatur gemacht hat, daß eine jede Uebertretung seinerunS so heilsamen Gesetze ordentlicher Weise sowohlfür unsere Seele, ass auch für unsern Körper undunsern gesamniken äusserlichen Zustand in der Welt,schädliche Folgen hat.
Hingegen giebt es Falle, da man sagen muß, daßGott uns aus weisen und heiligen Ursachen ein Zielgesetzt habe. Ich rede von solchen, da wir ohne un-ser Verschulden früher sterben, als wir sonst, wegender dauerhaften Beschaffenheit unsers Körpers undwegen unsers Verhaltens, gestorben seyn würden.Hierher rechne ich gewisse Lebens-Arten, GeschäftsUnd Professionen, bey welchen die wenigsten Men-schen alt werde» können, weil durch dieselben der Leibgar zu sehr geschwächt, oder das Leben allzu oft inGefahr gesetzt wird. Ich rechne dahin; schädlich«Witterungen, ansteckende Krankheiten, und diejen-igen traurigen Zufälle, da Menschen von Menschenihres Lebens durch gewaltsame Mittel beraubet wer-den. In diesen und andern Fällen kann man mitRecht sagen, baß Gott den Tod eines Menschen ge-