Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lebens-Ziel.

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rade zu der Zeit, da derselbe erfolgt ist, beschlossenHabe. Doch muß man dieses nicht so verstehen, alswenn Gott deswegen auch die unrechtmäßige Handleung, wodurch Andere unser Leben verkürzen, gewolltoder veranlasset Habe. Wenn man sagt: die Vor,sehung hat den Tod dieses oder jenes Menschen be-schlossen, so heißt dieses nur so viel: sie hat es fürbesser angesehen, diejenigen Ursachen, welche uns denTod zuziehen werden, nicht durch Wunder zu verhin-dern, sondern vielmehr sie frey wirken zu lassen.Denn dieses ist allein ein Vorrecht der göttlichen Re-gierung, daß sie solche Anstalten zu treffen weis, daßaus dem Bösen gute Wirkungen erfolgen müssen.Als der Allerweiseste, übersieht Gott, der Beherr-scher der ganzen Welt, eine jede Handlung und Be-gebenheit in ihrem ganzen Umfange; und als unum-schränkter Monarch, hangen alle, auch die entfernte-sten Folgen von seinem allmächtigen Wollen ab.Vielleicht wird es unS erlaubt seyn, dereinst in derEwigkeit in die Bücher der menschlichen Schicksalezu sehen. Dann werden wir erkennen, aus was fürwichtigen und heiligen Ursachen Gott den Tod diesesoder jenes Menschen vor der Zeit zugelassen habe.'

Es^ist nun auch noch das ganz besondere Le-bens.-Ziel zu betrachten übrig. Man versteht dar-unter: wenn sich die göttliche Vorsehung auf einemerkliche Art bey gewissen TodesFällen äußert, sodaß sie einem Menschen seine Lebens.-Jahre entwederweit über die Kräfte der Natur verlängert, oder auch.,dieselben verkürzet, wenn gleich weder die LebensrSäfte verzehrt, noch andere Ursachen, menschlichenEinsichten nach, vorhanden sind, welche vor sich ei-nen frühen Tod befördert hätten. Man theilt diesesLebens-Ziel in das Ziel der Gnade, und das Ziel desZornes, ein, ob ich gleich gestehe^ daß diese Eintheil-Mg nicht völlig bequem ist, '