Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leber. Blume.

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aufgerichtet, hernach biegt sich einer nach dem andern,und zwar wechselweise, als: der erste, hernach derdritte, u. s. f. gegen die Oeffnung des Fruchlkeimes,bringt den Staubbeutel in die Oeffnung, und wenndieser das Pulver ausgeschüttet hat, richtet sich derStaubfaden wieder in die Höhe, schlägt sich auswärts,und legt sich auf das Blumenblatt. Der Fruchrbalgist eyförmig, fast viereckig, mit den vier Griffeln be-seht, öffnet sich mit vier Klappen, und an diesen han,gen einige längliche gelbrothe Samen, welche im Sept.reif werden.

In Garten unterhält man auch eine Varietät,mit gefüllten Blumen, Parnatfla flore pleno A/z//.,welche von Liebhabern sehr geschäht wird. BeydeSorten werden im Herbste, im Winter, oder zeitigim Frühlinge, ehe sie wieder Blätter treiben, durchZertheilung vermehret. Sie kommen am besten ineinem feuchten und schattigen Boden fort, und blühenalsdann jährlich. In einem trocknen und hihigenBoden aber haven sie keine rechte Art, wofern sie nichtbeschattet, und bey trockner Witterung alle Abenderegelmäßig begossen werden. Die einfache Sortekann aus Samen gezogen werden, welcher im Herbste,sobald er reif ist, in leichte fette Erde gesäet werdenmuß, zum Theil aber erst im folgenden Frühlingeaufgeht. Die jungen Pflanzen müssen gehörig ver-dünnet, und, wenn das Beet nichtimSchattenliegt,von der Zeit an, da die Sonne im Frühlinge heiß znscheinen anfängt, gegen ihre Hitze beschattet, unddiese Beschattung den ganzen Sommer über fortgesetzt,auch von Unkrauts rein gehalten, bey trockner Wit-terung gehörig begossen, und, wenn ihre Blätter sichverlieren, mit einem Ballen Erde um ihre Wurzelaufgenommen, und auf einen zu ihrer fernern Dauerbestimmten schattigen, feuchten Plah im darren ge-pstanzr werden.