Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leber-Blume.

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fünfAbschnitten andern Blumenkelche, fünfBlättleinan derBlumenkrone, fünf herzförmigen Honigbehält-niffen, welche mit Haaren eingefasset sind, und kugel-runde Sp hen haben, und einer Samenkapsel, welcheaus vier Schalenstücken besteht. Man kennt bishernur Eine Art, welche von ihrem Aufenthalte in Sümrpfen, Parnastia palustris Linn. Parnastia palustris& vulgaris l'oiirn,, und im Deutschen Sumpf- Ein-blatt, Waffer-Leberblümlein, weiße Herren-Blürn-lein, weiße Herz - Blümlein, Horn - Blümlem,Stein-Blume, Studenten-Röschen, heißt. Siewächst in ganz Europa an etwas feuchten und morast-igen Orten, und auf sumpfigen Wiesen wild, und blü-het im Aug. und September. Die zaferige, ausdau-ernde Wurzel, treibt viele, auf eigenen Stielen ste-hende, eyförmige, völlig ganze Blätter, und ganzeinfache, mcht viel über 4 Fuß hohe Stängel, welcheungefähr in der Mitte mit einem einzigen, herzförm-igen Blatte umfasset, und auf der Spitze mit einereinzigen Blume beseht sind. Die Blume ist weiß,nicht groß, aber wegen ihrer Beschaffenheit schön.Fünf längliche, stehenbleibende Kelch - Blätter umge-ben fünf ausgebreitete, rundliche, vertiefte, gestreifteund eingekerbte Blumenblätter, und diese wieder fünfHonigbehältnisse; jedes besteht aus einem herzförm-igen, ausgehöhlten Blättchen, dessen Rand mit vie-len Stielchen, welche von der Mitte nach den Seitenverhällnißmäßig niedriger werden und ein gelbesKnöpfchen tragen, besitzt ist. Die fünf Staubfädenund der Fruchtkeim, welcher oberwärls ein Loch zeigt,und seitwärts mit vier stehenbleibenden Griffeln be-setzt ist, vereinigen sich mit einander, und sondern sichwieder von einander ab; und dieses Spiel ist ein deut-licher Beweis, daß der Fruchtkeim von den Staub-beuteln befruchtctund geschwängert werde. Anfangs,wenn die Blüthe sich öffnet, stehen die Staubfaden