394 Leber-Flecken.
Brust, aufdem Bauche, dem Rücken, den Armenund Händen,, zum Vorschein, und zeigen sich mit ei-ner geringen Rauhigkeit der Haut, welche zuweilenganz dünne Schuppen fahren läßt. Sie haben ihrenUrsprung aus der mit etwas Galle vermischtenLymphe, welche durch deren Beymifchung verdicket,und zur freyen Ausdunstung unfähig gemacht wird,daher sie in den zarten Schweißlöchern sihen bleibt,und diese Flecken verursachet. Je mehr Galle nununter der Lymphe ist, desto brauner sind die Flecken,die daraus entstehen. Sie sind schwer zu vertreiben;doch hat man folgende Mittel dagegen empfohlen.Man dämpft (Quecksilber in Ralk-Wasser oder Lauge,und bestreicht sie damit. Oder, man streicht, abendsvor Schlafengehen, oder auch wohl täglich 2 Mahl,8 oder 14 Tage nacheinander, gefiossenesWeinsteinsVehl, (01. rarrari per äeliq.), entweder allein, odermit weißen Seeblumen-Wasser (Aqu. Nymph. alb.)vermischt, darauf, und wäscht solches des Morgensmit einem weichen Läppchen, welches in reines, und)war kaltes Wasser eingetaucht worden ist, wohl ab.
An statt dieses Oehles kann man auch wein - Essigmit Meer-Rettig gebrauchen, wie ich im II Th.S. 151, angezeigt habe; aber der Geruch ist uner-träglich.
Der Hr. geh. Hofr. Delius»; in Erlangen, hatein Mittel zur Vertreibung der Leber-Flecken vorge-schlagen, welches einfach ist, auch unschädlich undsicher seyn soll. Man nehme eine kleine weiße Mu-schel, die unter dem Nahmen Otter, Röpfchen (?c>r-cellana s. Lyprea alba minor) bekannt ist, lege sie ineine Thee - Tasse, und drücke frischen Citrone,
Saft
cher Zeit die sorgfältigste Lebe»«-Ordnung im Essen undTrinken anrarhen, damit dieses natürliche und ;u ihrer Ge-sundheit höchst nvthiae Geschält nicht etwa»» in Unordn-ung gerathe.