Leber - Flus;. 415
lang anhielt, und wobey dem Kranken unter einem im-merwährenden, bald gelmdern, bald lebhaftern Kolik-artigen Schmer; in der Nabclgcgend eine Feuchtigkeitdurch den Stuhlgang abging, die völlig einer lotura car-nis glich; bald häufiger, bald sparsamer abging, baldmehr, bald weniger gefärbt war. Der Kranke nahmwahrend der ganzen Zeit einen schwachen Tamarinden-Molken.
Als dieser Abgang 8 bis 10 Tage gedauert hatte, ent-schloß ich mich, ihm ein gelindes Drechmiktel zu geben.Der Kopf war ihm eingenommen, die Zunge braungelbbelegt, er klagte über einen unangenehmen Geschmack,hatte keinen Appetit, die Empfindungen in der Nadeigergend minderten sich nicht, und Purgirmitlel hatten nie ei-ne merklich gute Wirkung gehabt.
Das Brechmittel leerte eine bräunliche Materie miteiniger Erleichterung anS. Den Tag drauf gab ich denTartarus solubilis und Tamarindenmolken. Und nun er-folgten kohlschwarze pechartige Stuhlgange. Bey demfortgesetzten Gebrauche der ebengenanntcn Mittel conti-nuirten diese Stuhlgange mit einer sichtbaren Erleichter-ung. Die Spannung und Geschwulst des Bauchs nebstder schmerzhaften Empfindung in der Nabelgegcnd ver-lohr sich, der Kranke ward munter, und Kräfte und Ap-petit kamen allmählich wieder.
Vierzehn Tage und drüber dauerte dieser schwarzeKvlhabgang, da er denn allmählich seine natürliche Farbewieder annahm. Die China mit dem Liehen island. stelltedie Kräfte wieder her. Ein paar Monathe hatte ich Ge-legenheit den Mann nachher täglich zu sehen; und er be-fand sich sehr wohl. Er reiset« darauf von hier ab, daich denn weiter nichts von ihm gehöret habe.
Ich dächte, die Quelle des Blutes sowohl, als desBlunvassers, welches durch den Stuhlgang abging, warin diesem Falle sichkbarlich in den kleinen Gedärmen.Der Mann hatte übrigens nie die gülone Ader gehabt, auchhatte er jezt keine Empfindung davon."
Schon BartholJi Q 6 ) scheint eine ähnliche Mein.'ring vom Leber.-Flusse gehabt zu haben. Er handelt
ihn
(?6) G, Theod. Bartholdi Opera medica (postliuma), Part. 3,c. 4. Llttch folgeooe Stelle, die hier vorkommt, mfcim
«n ßtf«