Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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4 i 8 Leber-Fluß.

sieht man zu beyden Seiten zwey traubenförmige Aus-wüchse, wovon der größereetwa i Zoll lang ist. Sie'waren beyde anfangs kleiner, und im Mast-Darmeverborgen. Zu Anfange dieses (1794) Jahres tra-ten sie aus dem Mast. Darme heraus, wurden nach ein-iger Zeit weggeschnitten, wuchsen aber bald vonneuem wieder. Unter dem größern ist der Eingangin eine kleine Fistel, die unter der Haut des Mittel-Dammes (Pcrinaeum) etwa 1 Zoll weit fortlauft-Die Oeffnung des Mast - Darmes ist von aussenschwielig (callös) anzufühlen, und kann seit einemJahre nicht mehr geschlossen werden. Bringt manden kleinen Finger in den Mast-Darm, welches abernicht ohne große Schmerzen geschieht, so fühlt manda, wo der innere Schließ - Muskel (Sphincter ani in-ternus) fi|t, eine ringförmige, knorpelartige Verhärt-ung, und auch weiter hinauf im Mast-Darme meh-rere einzelne callöse unebene Stellen. Gewöhnlich,doch ein Mahl mehr als das andere Mahl, gehendieExcremente unwillkürlich, und nach und nach, zuwei-len derb und harr, aber dann nie dicker als ein Feder-Kiel, ab; oft ist auch der Stuhlgang dünn und flüssig.Die flüssigem E.rcremente sind immer mit Blut-Klümpchen, Blut-Streifen, und einer zähen, schleim-igen, Eiter-ähnlichen Masse vermischt, die dichternaber damit überzogen. Hat der Mast-Darm sichvon den Ercrementen entledigt, so geht nun bald einweißes schleimiges Wesen fort, bald nur gelbrorheoder blutrothe, dem Fleisch-Wasser ähnlicheGauche, die sehr empfindlich brennt; dies hört aberauf, sobald wieder Exkremente i» den Mast-Darmkommen. Diese blutige Gauche fließt besonders desNachts sehr häufig, doch auch bey Tage, nur baldmehr, bald weniger. Manche Speisen gehen unrer-dauet, die meisten aber recht wohl verdauet, nach24 Stunden ab. Der Kranke hat den besten Axpe-

lit.