Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere. 455

Auflösung des Salmiakes in Wasser und Essig; äussertesich aber ein starker Schmerz ohne Geschwulst, so thatendie Blasen-Pflaster gute Wirkung. In Ansehung derBlasen-Pflaster muß ich noch die Erinnerung hinzu fü-gen, daß man durch dieselben bloß «ine Nöthe, nie abereine Blase, hervorbringen, und sich sorgfältig hüten müsse,daß sie keine Suppuratio« verursachen, wodurch der Ge-brauch der äufferlichen Mittel, die ich hernach anzeige«werde, und auf welchen der ganze Grund der Cur beru-het, verhindert, oder doch wenigstens erschweret wird.

Sobald als das Fieber und der Schmerz aufhören,ist es die rechte Zelt das Quecksilber äusserlich und inner-lich anzuwenden; ein Mittel, welches bey einer sehr gro-ßen Anzahl von Kranken, welche ich bey meiner Praxisin den warmen Gegenden zu behandeln gehabt habe, vo«mir fast nie ohne Nutzen gebraucht worden ist.

Es ist sehr dienlich, in den warmen Landern bey demGebrauche des Quecksilbers die Fieber Rinde zu verord-nen, welche leztere die Wirkung des Quecksilbers, dasBlut aufzulösen, verhütet. Dieses ist nicht selten in war-men Gegenden nothwendig, wo das Blut insgemein aus-gelöset und zur Faulniß geneigt ist, und wo folglich dasQuecksilber durch seine auflösenden Kräfte schadet, indemdie übrigen Wirkungen desselben heilsam sind. Aus ebendieser Ursache glaube ich beobachtet zu haben, daß dasQuecksilber weniger dienlich ist, wenn man einen Spei-chelfluß dadurch erreget; dieser ist um deswillen destosorgfältiger zu vermeiden, weil er bey diesem Zustande desaufgelöseten Blutes leicht entsteht, und die erschöpfte«Kranken noch mehr ihrer Kräfte beraubt. Ich habe da-her, sobald als das Fieber und der Schmerz verschwun-den waren, innerlich von dem Quecksilber-Sublimat i«den ersten Lagen ein Drittel Gran, in der Folge aber ei-nen halben Gran, und zugleich einig? Doses von der Fie-ber-Rinde verordnet, dabey aber auch etwas von verQuecksilber-Salbe in die lewende Seite einreiben lassen,und sehr dafür gesorgt, daß dem Kranken täglich ein biszwey Mahl offener L«b gemacht werde. Denenjenigen,welche einen schwachen und sehr empfindlichen Magen zuhaben schienen, habe ich, an statt des Sublimates, dasversüßte Quecksilber, des Morgens und Abends zu 2 Gran,in Pillen - Fenn verordnet. Ich kann versichern, daß tchFs4 nuch