464 Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere.
einer Meinung, welcher er durch die Erscheinungenund Zufälle, von welchen er sie hernimmt, nochmeh-reres Gewicht giebt. Denn man sieht ja, fährt erweiter fort, aus dem Ausflusse des BluteS aus Au-gen, Ohren und Nase, dem Anschwellen des Gesich-tes, den verschiedenen convulsivischen Bewegungenam Halse, dem Klopfen der Drossel-Adern, dem Fie-ber und Phantasieren, daß diese Flüssigkeit nach demkranken Theile weit stärker zuströhme, folglich in weitgrößerer Menge durch die Blut-Behälter und obereHohl-Ader zurückgehe, das in der untern Hohl-Aderheraufsteigende Blut also, diesem zu Folge, mit einerGewalt von dem rechten Herz-Ohre zurückgedrücktund gepresset werde, die um so größer seyn müsse, alszuverlässig die Behauptung der Schriftsteller ist, daßdie Hülfsmittel, durch welche der Blutlauf der obernHohl-Ader unter dem Winkel am Einpflanzungs-Orte in das Herz - Ohr (Valvulam cai-rilaßmeamHighmori, Isthmum rieujsetiii, und TuberculumLoweri) geleitet und erschwert wird, abwesend seynund fehlen. Diese Ursache sey es, warum die Leberbey Kopf-Wunden mit Blut verstopft werde, eineEntzündung entstände und in Eiterung übergienge,wenn sie sich nicht zuvor mit dem Brande endige.Hiervon ist in der That einiges, was wahr ist, undwas man wirklich glauben muß; anderes wieder nicht,da sich die triftigsten Einwürfe dagegen machen lassen.Ist der Kopf verwundet, oderdas Gehirn nur erschüt-tert worden, und ist eine so große Reizung der zartenGehirn-Fasern vorhanden, so gebe ich es gern zu,und glaube, daß dieses, was man bey allen Verwund-ungen sieht, auch hier geschehen, und eine Anhäuf-ung des Blutes nach dem Kopfe Statt finden könne,wenn es gleich Pouteau (*) bey Kopf- Wunden läug-
nek,
Melanges de Chirurgie, S. 12;. feries abscea du foi*
(jui se forment a ^’occaßon de pliiea de la täte.