Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lieber-Krankheiten, der Menschen und Thiere. 465

net, und mit diesen Beweisen gegen Bertrandl zuFelde zieht. Mein, die Frage und der Streit istder: werden von dieser in dem Gehirne angehäuftenFeuchtigkeit, die Blut-Behälter und die mit diesenin Verbindung stehenden zurückführenden Blut-Aderndes Gehirnes so erweitert und ausgedehnt, daß durchdie Schwere und Menge desselben das aus der unternHohl-Ader heraufsteigende Blut in jene zu fließen,wenn gleich nicht ganz verhindert, doch erschwertwerde? Ich zweifle. Bey der Vollblütigkeit undbey Entzündungs-Krankheiten werden die großen Ar-terien ausserordentlich vom Blute aufgetrieben, diekleinern hingegen vom Krumpfe zusammengezogenund zusammengeschnürt. Läßt man Blut weg, undentledigt man das Schlagader-System, so werdendurch alle AuSsonderungS-Wege die Säfte von neuemausgeleert, im Urin ist ein kritischer Bodensatz, unddie Haut ist feucht; ein Beweis, daß durch da6Aderlässen und durch die verminderte Bewegung desBlutes, den Säften ihre ganze vorige Freyheit durchdie kleinen Arterien wiederhergestellt sey. Da nundieses von den Entzündungs-Krankheiten überhauptgilt, warum soll es nicht auch von den Kopf- Wun-den und den Beschädigungen des Gehirnes gelten,bey welchen Uebeln doch, wenn Säfte mit Ungestümzu diesen Theilen hinströhmen, die in der weichenHirn-Haut und dem Gehirne vertheilten Aeste derHals-Schlagadern und der bastlaris erweitert, die et-was kleinern in der Gehirn-Rinde eingewebten undfolglich mit den zurückführenden Venen in Verbind-ung stehenden verengert werden? Daher ist derDurchgang des Blutes aus der Arterie in die zurück-führende Vene nicht nur erschwert, sondern auch ver-hindert. Die Schlafsucht, die Schlaflosigkeit, daSPhamasiren, das Zittern, die Zuckungen, das Er-brechen, und die andern von dem Drucke des Gehir-Oek.rechnol.Enc.l.XVHTH. Gg nes