Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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467
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Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere. 467

ßer die Verwundung oder der Stoß jenes Theiles ge-wesen ist.

Da nun keine von diesen Meinungen beweiset,waS sie beweisen soll, so müssen wir nun sehen, obwir nicht die Ursache von dieser Erscheinung, die manin den Blut-Gefäßen nicht finden konnte, in denNerven antreffen. Sehr viele hatten schon längstdie Mitleidenschaft verschiedener Theile gekannt undeingesehen, suchten aber die Ursache dieser wechselseit-igen Uebereinstimmung bald in den netzförmigen Ver-wickelungen und knotenartigen Gestechten der Nerven,bald in den Biegungen und sogenannten Handhabender Nerven, bis man endlich diese Meinung änderte,und sie von dem Sammelplätze der Nerven (Senso-rium commune) herleitete. Dieses ist jenes Gesetz,nach welchem die Bewegungen der Nerven und Ge-fäße so regieret werden, daß, wenn jenes vernachläß-iget worden ist, die Verrichtungen des Körpers ge-siöret und in Unordnung gebracht werden. Zwischendem Gehirne und den Blut- Gefäßen findet eine be-sondere Mitleidenschaft Statt, wodurch, wenn dieUrsache der gestörten Bewegung in einem Theile sichbefindet, auch die Wirkung auf den andern sich fort-pflanzt. Nach dieser Erklärung gelangt man nun zueiner andern, die uns etwas näher zur Wahrheitführt, wenn wir erwegen, daß zwischen einigen Ein-geweiden und Theilen eine größere Mitleidenschaft,und gleichsam etwas Eigenes mit dem Gehirne Stattfinde, wovon andere Theile ausgeschlossen sind. Beyeinem gesunden Menschen, welcher starke Verdau-ungs-Werkzeuge hat, und auS den gehörig verbaue-ren und gekochten Nahrungs - Mitteln diejenige Starke,die feine Arbeiten ihm entzogen haben, wieder erhält,häufen sich Unverdaulichkeiten im Magen an, feineVerdauungs-Kräfte werden schwach, er beschwertsich über.Maltigkeit und Kopfweh, bekommt Schwin,Gg 2 del,