Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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470
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47o Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere.

Die dienlichsten Hülfsmittel wider diese Krankheit,bestehen, nach dem Rathe des ehemahl. kurhannöver.Ober.-Hof-Roßarztes Kersting (*), in folgenden.Gleich zu Anfange der Krankheit, wenn der Puls daSEntzündungS-Fieber durch feine Geschwindigkeit undHärte anzeigt, muß dem Pferde eine Ader geöffnet,und eine starke Portion Blut abgelassen werden.Nach dem Aderlässen giebt mau ihm alle 6 Stundenfolgenden Trank:

Rc. Rad. gramin.

ciclior.

tarax. aa. Vnc.Herb.licpatic.

aruic.c.Eor. aa, Mi j.Cone, cont. M.

N. Grarwurul,Hindlaufrwurjel,Kuhblumenwurzel, von je-dem r Loth,

Leberkraut,

Wvlverleykraut mit denBlumen, v. j.; Händev.Z.und Species dav. gemacht.

Diese Species werden mit 2 Maß Wasser gekocht,und von der Brühe jedes Mahl ein guter Schoppendem Pferde eingegeben. In so fern aber der Pulseine beständige Wallung des Blutes anzeigt, muß mansich zwischen diesem Tränke derjenigen niederschlagen-den Mittel bedienen, welche bey der Lungen-Ent-zündung werden vorgeschlagen werden, und das s»lange, bis der Puls ruhiger und weicher zu schlagenanfängt.

Wenn man durch den Gebrauch dieser Mittel duBesserung erlangt, und das Pferd einige Tage wiede:zu fressen angefangen hat, kann ihm folgende gelind«abführende Latwerge gegeben werden;

JL

(*) In Dessen, teilt Hru. Hauptm. Svthe« herausqeaebenennachgelassenen Manuscripten über die pfcrdearzeneiWissenschaft, (Berl. 1789, gr. 8.) S- -4«/ f.