Leb>er-Krankheiten, der Menschen und Thiere 49z
Wasser weichen; thut sodann Herb. alchemill, hcd.t erreflr. und veron. von jedem z Handvoll hinzu, kochtes bis dey4te Theil davon eingekocht ist, sicher esdurch, thut dann Syr. de hylsop. und desymph. Ker-nel. von jedem i r Loth, hinzu, und giebt dem Pferdejedes Mahl \ Maß davon ein. Dieser Trank reinigtdas Blut, befördert die Suppuration der harten Kno-ten in der Leber, heilt sie auch wenn die Gefchwüresich öffnen, und die Materie durch den Urin, odersonst, abgegangen ist; selten aber geschieht es, daßdie Pferde von dieser Krankheit curirt werden.
Bey dem Rindvieh, giebt sich eine Verstopfungund Verhärtung der Leber durch folgende Merkmahlezu erkennen: Im Anfange verspürt man auf derrechten Seite unter den kurzen Rippen eine zuweilenäusserlich kennbare, und mit den Fingern leicht zu füh-lende, doch nicht schmerzhafte Geschwulst, aufweichedas Vieh, sowohl beym Stehen als Liegen, sehr oftmit dem Maule hinlangt, und auch zuweilen dieseStelle mit der Zunge beleckt. Das Athemhohlenwird dabey immer beschwerlicher, der Speichel zäheund trocken, daher auch das Maul und die Zungedürre, und ohne sonst gewöhnliche Feuchtigkeit gefun-den werden. Hierauf findet sich ein Husten ein, dieEßlust vergeht, der Durst wird stärker, der Leib istmeistens verstopft, und das Vieh vermeidet, sich aufdie rechte Seite zu legen, weil dadurch der Schmerzund der Husten vermehrt wird. Ist aber das Uebelnoch weiter gekommen, fo findet sich ein schleichendesFieber ein, der ganze Leib vertrocknet, der Athemwird stinkend, die Augen werden gelb, die Beine ge-schwollen, und der Lech wird wassersüchtig. Zulezterfolgen kalter Schweiß, oder Durchfall, und end-lich der Tod.
Die nächste Ursache dieser Krankheit gründet sichsowohl auf eine krampfhafte Zusammenzlehung der
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