Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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5oo Leber»Krankheiten, der Menschen und Thiere.

mehrere Wasser-Blasen. Sie liegen los in derHöhlung, und schwimmen in einer Flüssigkeit, odereinige von ihnen hangen an den Seilen des Balges.Sie bestehen aus einem runden Sacke, welcher auseiner weißen, halb durchsichtigen breyigenMateriege.'bildet ist, und eine gerinnbare Flüssigkeit enthält.Obgleich die gemeine Farbe der Wasser-Blasen weißist, so sieht man sie doch zuweilen von einer hellenBernstein -Farbe. Der Sack der Wasser-Blasebesteht aus zwey Blättern, und besitzt eine ziemlicheKraft sich zusammen zu ziehen. An der innern Seileder Wasser-Blase findet man bisweilen kleinere Blarsen, welche gemeiniglich nichtgrößer, als Stecknadel-Knöpfe, sind; diese hangen an der größern Blase,entweder zerstreuet in irregulairen Entfernungen, oderformtreu kleine Klümpchen; auch findet man sie inder Flüssigkeit Vergrößern Wasser- Blase schwimmen.Wasser-Blasen der Leber findet man oft los, und miteinander nicht verbunden; bisweilen aber liegen siewie in einander eingeschachtelt. Die gemeinste Lageder Wasser-Blasen der Leber ist, daß sie in ihrerSubstanz oder in einem Sacke eingeschlossen liegen.

Der Ursprung und die wahre Natur dieser Was-ser-Blasen, ist nicht völlig bekannt; doch ist es sehrwahrscheinlich, daß sie eine Art unvollkommener Thiereseyn. Daß die Wasser-Blasen in den Lebern derSchafe, Thiere seyn, ist ausser allen Zweifels*);man hat sie sich oft bewegen gesehen, wenn man sieaus der Leber nahm, und in warmes Wasser legte;sie behalten diese Fähigkeit zur Bewegung, vieleStunden lang nach dem Schlachten eines Schafes.Auch ist die Analogie in den Wasser-Blasen in der

Leber

(') Man sehe hierüber die vortrefflichen Abbildungen bey Govje, in seinem Werke von den Eingeweide »Würmern, nach