502 Leber-Krankheiten, der Menschen und Thiere.
die Schwierigkeit, ihre Erzeugung zu erklären, ge-nau dieselbe bleibt.
Auf der innern Seite eines Sackes, die genaudemjenigen ähnlich war, welcher Wasser-Blasenenthält, sahe Baillie eine weiße, brüchige, erdigeMaterie; sie lreß sich zum Theil in Kochsalz-Säureauflösen.
Würmer will man in Säcken der Leber ebenso wohl, als in den Galien-Gängey, gefunden haben (*).Im i Bande der Xledical observations and mquiries,findet man einen ungeheuern Wurm, der die Lebergrößten Theils aufgezehrt hatte, abgebildet.
Hüter den Thieren, trifft man den Leber wurm.Fasciola heparica Linn. am häufigsten bey den Scha-fen an. Schäfer hat ihn unter dem Nahmen Egel-Schnecke beschrleden. Er lebt in der Leber und Gal-len-Blase der Schafe; die Gestalt ist eyförmig, platt,bräunlich, von der Größe eines Kürbiß-Kernes; erkann sich verlängern und zusammenziehen, dünn unddick machen. Die Mund-Oeffnung hat einen schwa-chen Rmg. In der Mitte des Leibes, sieht man denbraunen, undurchsichtigen Eyer-Schlauch. Wenndie Schafe eine Zeit lang auf nasser Weide gehen, be-kommen sie diese Würmer, welche die Wassersuchtund den Tod verursachen. Bey dem Anfange desErkrankens können sie noch curirt werden, wenn mansie auf eine trockne Weide bringt. Ein MehrereShiervon, s. im X Th., S. l zz, fgg.
Eben diese Würmer hat Hr. v. Willburg auchbey Ochse»» und Rühen, so wie auch Ruysch (**) be-merkt, doch weit seltener, als bey Schafen, angetrof-fen. Diese Würrner sind- alsdann auch eine unver-meidliche Ursache der erfolgenden Entzündung, die
sie
(*) Lieulaiul , To. I, p. 194,
(*') Obll, anat. obs, 18, p. 2;.