522 Leber-Stein. Leber-Stricheln.
H^t, welche mit jener horizontalen Lage ziemlich spitzigeWinkel machen, und doch weicht dann der Bruch deSEreins wohl wieder auf eine andre Art von der Richtungdieftr Streifen ab. Sollten die Streifen durch ern Se-diment entstanden seyn, so ist mir dre Erzeugung der Dia-gonal-Streifen nicht erklärbar. Uedrigens zerbricht erin rhomboidalische oft auch dreyeckige Stücke, findet sichin schieftigen Plärren, die im Gebirge peipendikular ste-hen, und kann in sehr dünne Scheiben gespalten werden.Merkwürdig ist noch, daß unter diesem stinkenden Gyps,Spatlw ein mächtiger Flötz gewöhnlicher Gyps-Kalkliegt, der keinen schwcfelichten Geruch hat, und dann erstwieder der ganz schwarzgraue, ungesteckke, heftig nechendeLeber»Stein kommt, den ich zuerst beschrieben habe. Sehrbegierig wäre ich, zu erfahren, ob sich dergleichen stinken-der Gyps-Spath nicht auch anderwärts finden sollte."
--.Leber-Stein, eine Art weicher Schiefer, den mairbey Heilbronn am Warlberge, und hin und wiederin Würkenberg findet, und am ganzen Neckar zurVerbesserung des Bodens in Weinbergen, unter viersem und dem Nahmen Ries, gebraucht. Er brausetnicht mit Säuren auf, ist grau, schwärzlich oderröthlich, und so weich, daß er zwischen den Fingernund an der freyen Luft zerfällt.
z.Leber-Stein, eine verderbte Benennung des Amvetz- oder Topf- Steines, welcher eigentlich Lcber-Grein, vom Lat. Liedes, heißen sollte. Siehe Amvec. Stellt, im LXV 7 [ S. 566.
4. Leber-Stein, im Orstreichischen eine Benennungder Flur - und Gränz-Steine, s. oben, S. 3ZY.
Leber.-Stock, s.Liebstöckel.
Leber-Stricheln, eine Act Kuchen. Man rührt einPar Löffel voll Mehl mit süßer Milch zu einem di-cken Teige an, macht ihn mit Eyern ziemlich dünn,und bäckt Flädchen daraus; hackt ferner Kalbs-Gänse-oder Hühner-Lebern, wie man sie hat; läs-set Butter in einer Pfanne zergehen, thut die gehackteLeoer und etwas fernes Mehl darein, und kccht sieein