Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
Seite
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Leber, Stein.

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die Bergleute sonst kaum bey dem eigentlichen Stink-Steine wahrnehmen. Er ist überaus fest, und ob er gleich,wie zu vermuthen ist, am Stahle kein Feuer giebt, so he«.Häupten doch die Bergleute, daß er solches im Schachtethue, wenn er mit Schlägel und Eisen bearbeitet werde.Eine zweyte Art ist, wie diejenige, davon ich schon ehe-mahls Nachricht gegeben habe, schwarzgrau und weiß me-lirt, hat aber einzelne, gleichsam isotirte, dunkelgraue,selenitische, aber nicht sehr durchsichtige Flecken Gyps-Spath, in der Größe eines Groschens, die ihm ein ti-gerartiges Ansehen geben, daher man ihn auch wohl amdiesigen Ort mit einem neuen Nahmen Tiger. Ralksteinnennt. Er bricht in einem von jenen zienilich weit ent-fernten Schachte; und es erhellet also daraus, daß sicheine Bank von ziemlicher Ausdehnung davon unter derErde finden müsse; ist übrigens eben so fest und hart, alsdie erste Sorte. Die dritte Art ist, meinen Gedankennach, weit merkwürdiger. I» dem Kunstschachtc, KönigFriedrich, auf dem schon genannten Revier, traf mannähmlich eine Lage selenitischen hellen und durchsichtigenGyps-Sparh, oder so genannten Frauen-Eis, an, diewohl 2 Lachtcr mächtig war. Weiter unten ward derselbeschwarzgrau, schmutzig, und mehr oder weniger undurch-sichtig, welches von den eingemischten Unreinigkeiten her-zurühren scheint. Und eben dieses schwärzliche Frauen-Eis hat die, vielleicht anderwärts selten bemerkte Eigen-schaft, daß es wie Stink-Stein riecht, wenn es geschabtoder gerieben wird; daher man ihn füglich stinkendenGyps.-Spath, oder Leber, Spatl) nennen könnte. Ichhabe davon verschiedene Varietäten. E"> Exemplar istmit Hellem durchsichtigen Frauen-Eise genau verwachsen,doch so, daß beyde eben nicht in einander fließen, sonderneine scharf abgeschnittene Gränz - Linie haben. ImDurchsichtigen riecht er im geringsten nicht; aber sobaldsich die schwarzgraue Lage anfangt, fängt sich auch derGeruch an. Ein andres Exemplar ist streifig, und wech-selt mit dunkeln und helleren, schnurgeraden, etwa eineLinie, mehr oder weniger, von einander abstehendenStrichen ab, welches ihm, gegen das Licht gehalten, einsehr artiges Band-ähnliches Ansehen giebt. In einerdritten Sorte ist auf die schwärzliche Lage, horizontal,eine hellgrauere aufgesetzt, die aber Diagonal-StreifenK k 5 hat.