Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
Seite
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Lebrr-Wunden.

hernach aber vermittelst balsamischer Mitte! zur völl-igen Heilung; es müssen aber die Charpit-Bäuich-chen, deren man sich hierzu bedient, recht »eich seyn,und man muß die äussere Wunde nicht damit lerstopfen,sondern der Materie einen freyen ungehind-rten Aus-siuß lassen. Tödlich aber sind die Wunden der Leber,wenn solche tiefin dieses Eingeweide gedrungen sind,so, daß weder das Blut heraus geschaffe:, noch dieWunde gereiniget werden kann; daber verhält sichalsdann das Blut in der Wunde, es stockt, wird scharf,und bringt entweder den Brand zuwege, welchem derTod gar bald folgt, oder es wird ern hektisches unheil-bares Geschwür daraus, woran der Kranke nach ein-iger Zeit doch sterben muß. Ferner sind Leber-Wun-den tödlich, wenn große Blut, Gefäße, als: diegro-sien Aeste der Hohl-Ader, der Pfort-Ader, und derSchlag - Ader der Leber, zugleich mit verletzt wordensind, weil alsdann das Bluten auf keine Weise mehrzu stillen ist. Endlich sind sie auch tödlich, wenn dieGallen-Blase und die Gallen - Gänge zerschnittensind, da dann die Galle in die Höhle des Uncer -Leibesausläuft, welches den Tod nach sich zieht.

Die Wunden der Leber haben die sehr große Be-schwerde, daß dieses Eingeweide sich nrcht sehr ent-zündet, sondern unter solchen Umständen an einemlangwierigen und unbezwinglichen Ausflüsse vonGauche leiden muß, wobey es nach und nach weg-schwärt, und durch den Stuhlgang mit colliquativemDurchfalle abgeht. Es sind zwar alle Wunden derLebrr gefährlich; allein viel gefährlicher sind diejenigen,wobey der Abstand der Leber von dem Bauch-Fellebeträchtlicher ist; daher wußten die Alken schon, daßdie Wunden der convexen Oberfläche der Leber nichtso gefährlich seyn, als an der concaven. In jenemFalle kann man nähmlich die Gauche noch ausführen,in diesem aber nicht so leicht. Da der Fall, daKalt-

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