Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
Seite
525
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Leber-Verwachsungen. Leber-Wunden. 525

Leber.-Verwachsungen, s. oben, S. 457.

Leber-wasserblasen, s. oben, S. 499, fgg.

Leber-Wunden. Wenn die Leber verwundet, undsolches durch das bloße Ansehen nicht zu erkennen ist,so erkennt man es, i. aus dem Orte der Verwundung,wenn nähmlich die äussere Wunde in der rechten Seitedes Unterleibes unter den kurzen Rippen befindlich ist;2. an der Beschaffenheit des aus der Wunde fließen-den Blutes, als welches gemeiniglich mit etwas Gallevermischt ist, denn es kann die Leber nicht wohl an ir-gend einem Orte verwundet werden, daß nicht auchzugleich die Gallen-Wege und Gänge (koriöcäuKusbiliarii) mit verletzet werden sollten. Z. Ferner er-kennt man die Verwundung der Leber an der Gelb,Sucht, wenn die Augen und die Haut des Körpersgelb aussehen, weiches von der verhinderten Ab,sonderung der Galle entsteht; wiewohl man diesenZufall alsdann nicht wahrnimmt, wenn nur die obereFlache der Leber verwundet worden, ohne daß dieWunde tief in die Substanz derselben gedrungen ist.Die Leber-Wunden sind nicht alle so gefährlich, undgar tödlich, wie man ehedem geglaubt hat, sondernman weis heutiges Tages aus vielfältiger Erfahrung,daß geringere Verletzungen dieses Eingeweides aller-dings möglich zu heilen sind. Man hat aber untersolchen geringern Verletzungen nur diejenigen zu ver,stehen, wo nur die äussere Fläche, und der erhaben«oder convexe Theil der Leber verwundet ist, so, daßkeine große Gefäße dabey mit verletzt sind; denn als-dann kann das Blut, welche- heraus fließt, nicht indie Höhle des Unter-Leibes kommen, sondern fließtzur äußern Wunde heraus; und ausserdem kann manauch unmittelbar zu solcher Wunde kommen, und dieSuppuration und Heilung befördern. Sie sind alsokeineSweges an sich tödlich, soirdern man bringt siejuförderst mit Digestiv-Mitteln zur Suppuration,