Lecker-Bissen.
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nennen müssen. Durch die Beymischung des Süßen,Sauern oder Gewürzhasten, erhalt sogar in manchenFällen das Widerliche einen ganz erträglichen, oftpikanten, und von leckern Zungen sehr gesuchtenReiz,für welchen die Kunst-Sprache unserer Sardanapaledie erborgten Nahmen fumei und haut-gout geheil-igt hat.
Unter allen möglichen Verbindungen der Elementebehauptet indessen die Süßigkeit, diese mit Brenn-Stoff gesättigte Pflanzen-Säure, als die allgemeingefälligste, ohne allen Zweifel den Vorzug; undselbst die Lispel-Töne(^v§, dulcis, dolce, süß, sweer,slodkie,) welche diese Mischung bezeichnen, tragenin Klang und bildlicher Anwendung die untrieglich-sten Spuren des hohen Wohlgefallens der europä-ischen Völker an ihrem Geschmacke. Weit über dieganze Erde ist schon in den ältesten Zeiten der Genußdes Honigs üblich gewesen, und Griechen und Römer,die ihn zur Speise und zum Trank der unsterblichenGötter erhoben, harten gewiß von seiner Köstlichkeitden höchsten Begriff; sie selbst genossen ihn bey ihrenGastmahlen, und mischten ihn unter den Wein.Noch jezt ist Honig eine allgemein beliebte Leckereyfast aller Völker der Erde; die Orientaler und allesüdlichen Astaten, mit Inbegriff der Chineser, dieNeger und Hottentotten, die Peruaner und die Ein-wohner von Quito und Cayenne, ja selbst die Mant-fchu-Mongolen, (die aber ihren Honig mitBären-Talg mischen,) haben sämmtlich einen Sinn für seineLieblichkeit. Auch in Europa würde man, wie vorZeiten, den Honig in Menge genießen, hätte nichtein minder oehlichtes Süß, welches sich in trocknerGestalt darstellen läßt, mithin wegen seiner Reinlich-keit einen allgemeinern Gebrauch verstattct, ihn seitder Anpflanzung des Zucker-Rohres in West-In-dien, verdrängt. Unstreitig wird der Zucker unter al-