Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Lecker-Bissen.

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len Leckereyen in größter Menge 5« Bereitung unse-rer Speisen und Getränke verbraucht. Selbst denärmern Volks-Ciassen ist der Gmuß desselben bey-nahe unentbehrlich geworden; und bey weitem diegrößte Anzahl aller Delikatessen, die auf vornehmenTafeln als Dessert, die schon befriedigte Eß-Lust er-neuern, enthalten einen ansehnlichen Theil Zucker inihrer Mischung. Die Natur, welche nirgends sogroß ist als in den unaufhörlichen Beziehungen,die sich zwischen ihren verschiedenen Geschöpfenwahrnehmen lassen, hat daher hauptsächlich imPflanzen-Reiche mit unglaublicher Freygebigkeit diezuckerähnlichen Substanzen vervielfältigt. Die Pal-men Indiens, der Kokos, Saguer und Lontar, füh-ren einen weinähnlichen Saft, der abgezapft und ein-gedickt, zum Djaggree oder Palmen-Zucker wird.Den Arabern giebt die Dattel-Frucht, den Kanadrernein Ahorn und ein Wallnuß - Baum, den Mexikanerneine Aloe (Agave) Zucker. Im Orient bereitet manaus der Frucht des WeinstockeS einen köstlichen Trau-ben-Honig; auch das Bambus-Rohr liefert einensüßen Milch-Saft, das berühmte Tabaxir, welchesAraber und Perser mit Gold aufwiegen. Im Nor-den fließt ein Syrup aus der Birke, und in Italienund Languedoc giebt ihn die Lotus -Frucht. Die Em-sigkeit der Bienen trägt in allen Welt-Theilen ausden Blüthen vieler tausend Pflanzen-Gattungen Ho-nig zusammen; selbst bis in die Wurzel liegt die Süß-igkeit bey Mohren, Mangold und Bärenklau, ver,steckt; ja, damit dem Ocean, wie der Erde, seinTheil beschieden würde, und keine Classe vegetabil-ischer Organisationen leer ausgieng e, erzeugt sich anden Küsten von Schottland, Norwegen und Island,ein süßer Saft im sogenannten Zucker-Tang. Al-lein, auch ausser dieser Leckerey, liefert nur das Pflan-zen-Reich die ausgesuchtesten Ingredienzen unserer

Brü-