6z6 Ledesma. Ledig.
Maßen zu unterbrechen, und einige der nach Lederfolgenden Artikel hier folgen zu lassen.
Ledeonra, vor Alters Eletisa, die Haupt-Stadt einerGrafschaft im Königreiche Leon in Spanien, amFlusse Tormes, welche 6 Pfarr-Kirchen, 2 Klöster,z Hospitäler und 124 Dörfer unter sich begreift. Esist daselbst ein warmes Bad, welches die Spanierfast für eine Universal-Medicin halten, und insonder«heil wider den Ansschlag dienlich ist.
Ledcrsch, s. Lcdecz, oben, S. 654.
Ledig, ein Bey- und Neben-Wort, welches, feinerNatur nach, die erste Bedeutung ausgenoinmen, nichtleicht eine Comparativ» verstattet.
1. Bey den Jägern bedeutet es so viel als schlaff.Das Hange - Geil wird daselbst ledig, wenn eS schlaffwird, zu lang herunter hängt.
In dieser Bedeutung scheint es zu los zu gehören, in«dem das s und d oder t in den Mund Arten häufig ineinander übergehen. Siehe auch Liederlich und Schlot-tern, welches leztere vorn nur den groben Zisch-Laut, undhinten das ern, das Zeichen der Frequentativorum, ange-nommen hat.
2. Leeren, unauSgefüllten Raum habend.
(i) Eigentlich.
a) Von Gefäßen oder hohlen Räumen, wo esdoch nur noch in einigen Fällen, besonders des gemei-nen Lebens, üblich ist, dagegen man in der anständ«igern Sprech.-Art lieber leer braucht. Das Haussteht schon lange ledig, besser leer. Es ist nur nochein Zimmer im Haufe ledig. Ledige Rrüge, Richt.7, 16. Das Glas ist ledig, besser leer.
b) Noch häufiger, unbeftht, mit keinen andernKörpern beseht, belegt oder beladen; obgleich auch indiesem Verstände in der edeln Schreib-Art leer fastüblicher ist. Der wagen geht ledig (unbeladen)wieder zurück. Ein lediger wagen. Ein ledigesSchiff. Einen Wagen ledig machen. Das Pferd
geht