Ledrrborg. 641
Ich han vil ledckliche kralltIn ir genade minen lib.
R r i » m a r der Alre.
Ledreborg, oder Lethraborg, eine Grafschaft auf derdänischen Insel Seeland, welche König Christian VI.,im I. 1742, aus den Gütern seines damahligen geh.Conferenz-Rathes, Joh. Luvw. Holstein, welchen Kö-nig Friedrich v„ 1750 mit allen feinen Nachkommenin den gräflichen Stand erhob, errichtete. Sle hatein ansehnliches Schloß, welches 1 Meile von Ro-schild liegt, und bey demselben ist ein kostbarer Gar-'ten. Bey demselben werden Tücher, Flanell und amdere wollene Zeuge gewebel. Man findet hier nochSpuren und Merkmahle von dem uralten und berührn-ten Lerhra, -Leire oder-Leyre, welches anfangs einkönigliches Schloß war; nachher bauete Rolfo Kra-kus daselbst eine Stadt, in welcher die dänischen Kö-nige ihren Sitz hatten, daher sie ehemahls Reges Le-thrae genannt wurden, nähmlich zum Unterschiede vonden kleinen Königen, welche in den übrigen Theilendes heutigen Königreiches herrschten, j. B. in Jüt-land. Auch findet man hier einen großen Stein,welcher einem Lehn-Stuhle nicht unähnlich ist, und,weil er zu der Huldigung der Könige gebraucht wurde,Rongstolen, d.i. der Rönigs-Stuhl, genanntwird.In heidnischen Zeiten wurden hier alle 9 Jahr, imJänner 99 Menschen, und eben so viel Pferde, Hundeund Hähne, den Götzen geschlachtet und geopfert, unde6 wurde für den heiligsten Ort in Seeland gehalten»
Herrn Jo. Nic. Wilfe, k'rof. Theol. cxnaord. uttbPfarrers zu SpYdeberg in Norwegen, Beschreibung desgräfl. Holsteinischen Sitzes Lethraborg ohnweirRoefkild in Dänemark (*).
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(') In Hrn. Dernvulli Sammlung kurzer Reisebeschreil»ungen rc. -ter überzahl,ger Band. (1787, &.) S. fgg.
Oek. technsl. Enc. I.XVI1 Th. Ss