Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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664 Leeg. Leensinger Bad.

aufgeführt. Im I. 1763 wurde der Grund zu ei-nem öffentlichen Kranken-Hause (Infirmarv) gelegt,welche heilsame Anstalt seit der Zeit schon großenNutzen geschafft hat. Urberdies giebt es hier nochverschiedene Armen-Häuser, sowohl für Erwachseneals für Kinder, und 2 Armen-Schulen. In demHause für arme Kinder werden diese unterwiesen, dieWolle zu mischen, und andere leichte Arbeiten bey denWollen - Manufactliren zu verrichten. Die FamilieOsborne führt von Leeds den herzoglichen Titel.

Im I. 1732, wurden hier mineralische Wasserentdeckt, die sehr heilsam befunden worden sind.

Ducatus Leodiensis, or Topograph}- of Leeds and tlie partsadjaceat, by Thoresby. Lond. 1715, f.

Leeg, niedrig; siehe Lege.

Leege, Fc. Leye, ist eigentlich ein holländisches, aberauch von den Franzosen angenommenes Seehandlungs,Wort, welches so viel heißt als leer. Es wird vonSchiffen gesagt, wenn sie eine unglückliche Reise ge-than haben, und ohne Waren, leer oder ledig, zurückkommen. In Frankreich braucht man dieses Wortnur in der Normandie und in Bretagne.

Lerne,, ein wildes Schwein weiblichen Geschlechtes;siehe Lehne 2.

Leensinger Bad, im LamoirBern. Das schon seitverschiedenen Jahren errichtete, und mir vielem Nu-tzen besuchte Leensinger Vad, liegt am Thuner-Se-e£ Stunde unter Leensingen, 3 Stunden von Thun,gerade über dem Beattenberg, mitten in der Krümm-ung des Sees, und stellt dem Auge eine der angenehm-sten und ausgedehntesten Aussichten dar. Die Süd-Seite ist ein steiler Berg, der seinen Fuß bis an dieBade-Quelle erstreckt, aus welcher dieselben entsprin-gen. Die Fels - Art ist Kalk und Gyps. Das Badhat drey Quellen. Die erste ist das bisher gebräuch-liche Bade-wasser, welches zu dem Endzwecke in ei-