Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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670
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67 o Leensiliger Bad.

„Chemische Zerlegung des Bade-WasserS i.

Llücht i ge Bestand-Theile.

Ein Mafi frisch von der Quelle geschöpftes Wasergab in dem gehörigen Apparatu physico-pneumatico, intMarienbade der siedenden Hitze ausgesetzt, 34 Kubik-?ollLuft, die nichts als gemeine, wahrscheinlich im Waserohne Verbindung enthaltene Lust war. Ich brachte rundas noch stark nach Schwefel-Leber riechende Wasser imgleichen Apparatu zum Kochen, und erhielt, nach langeunterhaltenem Kochen, z^Kubik-Zoll Lust, davon 2s Z.vom Wasser absvrdiret wurden, welches Kalk-Wasser nie-derschlug, die Lackmus-Tinctur roth färbte; der Nest von3 Kubik-Zoll liest sich nicht mehr absvrbiren, löschte dieFlammen aus, und war also eine phlogistisirte Luft; sieroch stark nach Schwefel-Leber.

Den im Wasser enthaltenen Schwefel abzusondern,übergoß ich i 18. dieses Wassers mit destillirtem Essig; eserfolgte kein Niederschlag, so wie auch das Vitrivl-Sauerkeinen Niederschlag bewirkte. Es scheint demnach derSchwefel in der hepatischen Luft, wie Bergmann be-merkt, enthalten zu seyn; denn durch das Kochen verliertdas Wasser seinen Geruch. Die abgesonderten flüchtigenTheile sind also in 1 Maß Wasser:

g. Gemeine Luft, wie alle Wasser enthalten gjKub.Z.

b. Fixe Luft (Luft-Saure, Air mephitigue) 2s -

c. PHlogisiische Lust 3 -

Eine Bemerkung muß ich hier machen, daß die hepatrifche Luft, die bey Fällung des Spießglas-Schwefels sichentwickelt, aus sirer und inflammabler Lust besteht; einBeweis, daß hier der Schwefel flüchtiger, und mit keinemfixen Bestand-Theile aufgelöset sey.

Salzige und fixe Bestand- Theile.

6 Maß gelinde in einer Abrauch-Schale abgedunsteteiWasser von dieser Quelle, gaben anfangs einen starkenSchmefelleber-Geruch, und hinterließen nach ungefähr§ Abdunstung einen salzigen Bodensatz, der 124 Granwog, und Selenit zu seyn schien. Der Rest wurde fernerabgedünstet, und gab 42 Gran Nückbleibsel.

Diese