Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Leer- Faß. Leere.

Leer-Faß, bey den Papier-Machern, ein Eimer miteinem Handgriffe, die gestampften Lumpen damit ausdem Löcher - Baume zu schöpfen. Siehe auch Leer-Becher.

Leer-Russen, die niedersächsische Benennung einesOhr-Rüssens, s. Th. LVII., @.213.

Leer-Sparren, s. Th. VIII, S. 523.

Leere, leerer Raum, L. Vacuum, 8parium vacuum ;Fr. Vuiäe. Man drückt durch das Wort Raum denBegriff der körperlichen Ausdehnung aus , der nochimmer zurückbleibt, wenn man den Körper selbst inGedanken aus seiner Stelle hinwegnimmt. UnsereSinne zeigen uns so etwas nie anders, als an Kör-pern; wir sehen und führen nie Ausdehnung für sichallein ohne andere dem Körper zukommende Eigen-schaften. Es ist aber die Frage, ob es nicht in derVlamr Räume shneRörper geben könne, und wirk-lich gebe. Solche Räume würde man alsdann leereRaume, oder Leeren, nennen müssen. Sovielman aus metaphysischen Gründen dem Daseyn solcherLeeren entgegensehen kann, so läßt sich dasselbe dochdurch sehr starke physische Gründe vertheidigen.

Man muß aber hierbei) nothwendig die absolu-te Leere, Vacuum ablolurum, von der zerstreutenLeere, Vacuum dissemimmim, unterscheiden. Unterjener haben einige Natur-Forscher eine ganz für sichbestehende, von aller Materie leere, einzige, unbe-gränzrr, unveränderliche Ausdehnung verstanden, de-ren Daseyn vor der Körper-Welt vorhergegangeney, und in welche der Schöpfer die Körper geseht>abe. So wird der Begriff der Leere vonMusschm-)toek (*) bestimmt; und so nahm ihn unter den Altendie Epikureische Schule an, welche aber doch dieVereinigung der Aromen in diesem Raume keinem

Schö-

(*,) Introd. ad pliilos, nat, To, I, c, 3. dc Spatio vacuo.

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