6?r Leere.
sind, als in einem andern, so folgt daraus von selbstder Begriff von Abstand der Theile ohne vollkom-mene Berührung, d. i. von zerstreutem leerenRaume, ohne welchen auch überdies gar keine Be-wegung würde Statt finden können. Es scheint alsokeine absolute, wohl aber eine zerstreuteLeerevor-handen zu seyn.
Die Epikuräer vertheidigten den Begriffder Leerein seinem ausgedehntesten Umfange. Lucrez bringtverschiedene Beweise vor, wovon die meisten sich aufdie zerstreute Leere beziehend); diePeripatetikerhin-gegen schrieben der Natur eine Abneigung gegen dieLeere (Horror s. fuga vacui) zu, au6 der sie, «ssauseiner verborgenen Qualität, verschiedene physikalischeErklärungen herleiteten.
Descartes (**) längnet schlechterdings alles Leerein der Körper-Welt, die er auf allen Seilen un-begränzt, und so vollkommen mit Materie ausgefülltannimmt, daß nirgends ein Raum weder im Ganzen,»och zwischen den Theilen der Körper, leer bleibt.Dies ist sein absolur voller Raun» (klein absolu), dereinen Haupt-Grundsatz seines Systemes ausmacht.Er sieht dieses als eine Folge des Begriffes vom Kör-per an, den er für völlig einerley mit dem Begriffevon Ausdehnung hält. „Wenn man fragt," sagt er:„was geschehen würde, wenn Gott alle Materie, die„in einem Gefäße enthalten iA wegnähme, und keine„andere an ihre Stelle kommen ließe, so ist die Ant-„wort: die Wände des Gefäßes würden dadurch in„Berührung kommen. Denn wenn zwischen zwey„Körpern NrchtS liegt, so müssen sie sich berühren.„Es »st offenbarer Widerspruch, zu sagen, es sey ein„Abstand zwischen ihnen, und dieser Abstand sey doch
„Nichts;
(*) De vor. nat. L. i, v. 370.
L") Prüicip, pliilos. (Anist. i68s, 4.) P. ll. J. 10, fgg.