Band 
Sieben und sechzigster Theil, von Lebens-Art bis Lederz.
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Legen, Anlegen.

ein Gewehr anlegen. Das Gewehr anlegen, d. i.an den Backen, anschlagen. Ein Rind anlegen, d.i.an die Brust, es zu säugen. Einen Reif anlegen,d. i. dem Fasse. Einem Retten, Fessel anlegen.Einen Hund, einen rasenden Menschen anlegen, d.i.an eineKettelegen. Holzanlegen, d.i. an das Feuer.Feuer anlegen, d. i. an ein Haus, es in Brand zu ste-cken. Es ist diese flacht wieder Feuer angeleget wor-den. Einen Rocken anlegen, d. i. den zum Abspin-nen nöthigen Flachs um den Rocken legen, weichesin Franken auch anferben genannt wird. Eben da-selbst bedeutet auch die Anlegte, so viel Flachs, alsauf ein Mahl au den Rocken angeleget wird. DieGarben anlegen, in der Land-Wirthschaft, die Gar,ben zu beyden Seiten der Scheu»-Tenne so legen,daß man sie bequem dreschen könne; s. im IX Th.,S. 577« Einem Pferde den Zaum, die Halfter,den Zügel anlegen. Einem Inquisite«« die Daumroder Bei«» - Schrauben a»»legcn, bedeutet in der preuß,ischen Criminal-Ordnung, sie bloß anlegen, ohne zuzuschrauben, in Sachsen aber, anlegen und zuschrau-ben, doch gleich wieder nachlassen; im Gegensatze desvölligen Zuschraybens, welches in Sachsen mit denDaum- oder Bein-Schrauben vorstellen oder an-greifen, genannt wird.

Auf eben diese Art wird anlegen auch, als ein an-ständigerer und edlerer Ausdruck für «««ziehen ge-braucht, sowohl von d?r ganzen Kleidung, als auch vonverschiedenen einzelen Kleidungsstücken, von denen an-kleiden nicht gesagt werden kann. Ein RIeid anle-gen. Schuhe, Strümpfe, den Degen anlegen. Manlegte ihrn den Manccl an. Sich anlegen, d.i. sichankleiden. Such anders anlegen, d. i. sich umklei-den. Jmgleichen von der Veränderung der Kleid-ung einer ganzen Gesellschaft, zu eiyerley Absicht.Aer Hof hat die Trauer angelegt.

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